Tierheim-News vom 2017-09-27

Mesi kam heute aus dem Urlaub zurück und hat mir die ganze Geschichte von den Sula und Bowmore erzählt. Die Menschen hatten sich vor ihrem Auszug gemeldet, sie mussten das Haus verlassen. Da wir die Hunde erst eine Woche später aufnehmen konnten wurden sie von den Leuten solange noch gefüttert. Dennoch waren die Lebensumstände der Hunde so, wie auf den Fotos. 

 

Nui erholt sich langsam, lebt jetzt mit 3 anderen betroffenen Welpen. Gerne hätte ich ihn hier am Haus behalten, aber das ist zu heikel.

 

Siras ist wieder da und gut schaut er aus. 


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Tierheim-News vom 2017-09-26

So manch einer fragt sich wohl, wieso man sich sowas antut. Also ich frag mich das schon manchmal. Die Antwort darauf ist einfach. Zum Beispiel wegen Sula und Bowmore.

 

Die Leute sind wohl weggezogen und haben die beiden so zurückgelassen:

 

 

Es ist ein bewegender Anblick, wenn Kettenhunde ihre ersten Schritte tun. Etwas unkoordiniert, wackelig und leicht hüpfend. Keinerlei Muskeln, knochig. Verwunderung, Neugier und Unsicherheit. Es lässt sich nicht wirklich beschreiben.

Das ist Bowmore. Noch möchte er sich nicht anfassen lassen. Er kommt neugierig nahe, springt aber weg wenn man die Hand ausstreckt.

 

Und das ist Sula. Sie ist noch sehr zaghaft in der Annäherung, lässt sich aber liebend gerne streicheln. Wie unsagbar gemein ich es finde, dass ich beim Streicheln ihres Körpers plötzlich einen harten Tumor an ihrer Milchleiste berührte, groß wie eine Kinderfaust. 


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Tierheim-News vom 2017-09-25

Puh so Berichte liegen mir einfach nicht. Ich müsste eigentlich einen riesen Berg angesammelter Daten abarbeiten, hab aber sowas von gar keine Lust dazu. Nun denn, lieber möchte ich erzählen, dass sich so nette Seniorenpaare zusammengefunden haben. Zum Beispiel Charis und Artemius, sehr putzig die beiden. Sie haben jetzt das Eck von einem Sofa im Zwinger und finden das total schick. Auch sehr besonders sind Linda und Rahan. Rahan hatte eigentlich schön abgenommen, doch dann musste in der Not Donnali dazu ziehen. Donnali hat ihr Zuhause verloren, weil sie krank wurde. Sie hatte massiven Durchfall, ihre Besitzer ließen sie zwar behandeln, aber nachdem sie dann beide Vorderbeine durch Entzündungen offen hatte wollten die Leute sie einschläfern lassen. Arpi hat das verweigert und so kam Donnali zu uns. Es waren schon tiefe Gewebeschäden, aber das haben wir im Griff. Es fehlt nur noch die oberste Hautschicht. Durchfall hatte sie schon bei Ankunft nicht mehr aber Donnali nimmt schlecht zu. Nun bekommt Donnali von Joska erwartungsgemäß extra viel und von mir abends auch noch ne Portion. Anfänglich hatte ich Linda und Rahan immer auch ein kleines Goodie mitgebracht, doch bald ließ ich das bleiben. Gestern hatte ich mich hingesetzt und beim Füttern zugeschaut... 3 Hunde, 3 Eimer, soweit alles klar, jeder ist auch in seinem Eimer verschwunden. Donnali ist schon ein spezielles Hündchen, so auch beim Fressen. Sie kaut ein paar Happen, dann muss man ein Schlückchen trinken gehen, noch ein paar Happen, dann drückt die Blase, ein paar Häppchen und dann muss man eben mal am Zaun schauen und so weiter. Rahan war mit seinem Eimer fertig und was macht der? Nö falsch gedacht. Er legt sich neben Linda, sagt nichts, macht nichts, aber sie fühlt sich gestört, verlässt ihren Eimer und nimmt sich den von Donnali. Rahan freut sich über Lindas Eimer. 

Aktuell haben wir viele Baustellen, so wird momentan auch ein Aufnahmezwinger gebaut. Mit Betonboden und nur aus Metall zwecks der Möglichkeit zu desinfizieren. Momentan ist alles so voll, das ich einfach nicht mehr weiss wohin mit den Hunden. Es wird geschoben, gestopft und bald geht das einfach nicht mehr gut. Aktuell sitzt so ein armer Kerl in einer Gitterbox und wartet darauf, dass es Platz gibt. Dazu sind noch ein paar Schritte nötig und ich gehe jetzt schauen, ob das geschafft ist. 


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Konrads Reise

dies ist die kleine geschichte von konrads großer reise, soweit sie bis heute geschrieben ist - einigen wird konrad ein begriff sein – seine frisurtechnischen vorher-nachher-fotos sind schon eindrücklich...konrad ist ein kauziger kleiner kerl; es hat eine weile gedauert, bis wir uns gegenseitig einschätzen konnten + gut kennen gelernt haben - nun hat er ein paar wochen bei uns am haus gelebt + fing dort an, sein leben nochmal ganz neu zu entdecken – er nahm immer mehr am häuslichen geschehen teil + freundete sich auf konradspezifische weise so richtig mit uns an -
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Tierheim-News vom 2017-09-22

Was war ich doch naiv. Wir haben jetzt einen Hochdruckreiniger, nachdem ich die Praxis so gut wie möglich entrümpelt hatte dachte ich wie prima, super Gelegenheit das Ding einzuweihen und alles ist ruckzuck gemacht. Na, wer lacht schon? Heisst ja nicht um sonst Hochdruck, ich wurde mit putzen nicht mehr fertig. Keine Sorge, den Parvobereich hab ich nicht gemacht, es gab ja genug andere Räume. Nui muss ich gleich noch in Sicherheit bringen. Er frisst jetzt besser, die große Frage ist nun, wie es weitergehen soll. Er ist mit Abstand der Jüngste aller Erkrankten... 

Ricardo war 3 Tage hier und hat es sich jetzt zum Projekt gemacht den Parvoverbrennungsplatz voranzutreiben. Er soll verlagert und gesichert werden. Ricardo hat wieder Eindrücke sammeln können und war eine wertvoll helfende Hand. Danke dir! 

Jetzt muss aber schnell weiter, in einer Stunde steht der Desinfektor vor der Tür und einiges ist noch zu tun. Niels und Nicola waren auch zu Besuch und vieles mehr gibt es zu erzählen. 


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Neuzugang und Durchhaltevermögen

die brüder atari + roy, von den hundefängern gebracht + somit unbekannter herkunft, hanadi aus mc + rhonin aus slatina wurden hier als gruppe zusammengewürfelt – wie es halt immer so ist, hanadi kam zeitnah nach atari + roy, hündin mit rüden + ähnliche statur, das passte halt, rhonin kam ein paar tage später aus dem nachbarzwinger dazu, in dem er sich mit kleineren rüden ziemlich aufführte -die 4 kamen alle in der ersten junihälfte zu uns + haben eine gute zeit gebraucht, um sich zusammen zu finden - es hat alle beteiligten durchhaltevermögen gekostet...doch sind sie letztendlich zu einer sehr schönen gruppe zusammen gewachsen, die gemeinsam abhängt, spielt + in frieden futtert -
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Tierheim-News vom 2017-09-19

Ich bin sowas von müde. Nicht schon wieder, sondern immer noch, denn wir sind die Parvo nicht losgeworden. Wie auch, alles zu eng, zu voll, zu dicht beieinander. Aber immerhin, die Quarantäne ist sauber geblieben. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei allen Spender bedanken, die die Renovierung ermöglichten. Als vor 2 Tagen der nächste Zwinger positiv getestet wurde stand ich eigentlich kurz vor dem Zusammenklappen, doch hab ich mit einem lauten "jetzt reicht's" mal wieder Problemzonen den Kampf angesagt. Diesmal im Visier Praxis und Parvoverbrennungsplatz. Am Freitag um 15 Uhr kommt der Desinfektor. Bis dahin muss die Praxis entrümpelt sein. Momentan könnte die Müllabfuhr gut jeden 2. Tag kommen. Mit Tundra hatte es angefangen, das war Anfang Juli. Jeder einzelne ist zuviel, doch für den Verlauf und den Möglichkeiten hier haben wir vielen das Leben retten können. Doch letzte Woche sind 5 kleine Flauschebällchen erkrankt und nur noch Nui ist am Leben. Ob er es schafft ist fraglich. Fjallio, Lofa, Shan und Tog waren seine Geschwister. Hier im Blog wurde noch nicht berichtet, dass auch Apelsin und Vila gestorben sind. Jetzt bin ich irgendwie leer im Kopf, dabei gibt es noch anderes zu berichten. Später, morgen, ...

Ein Bitte hätte ich noch, Parvo ist eine material- und kostenintensive Angelegenheit. Allein der Test kostet schon 30 Euro. Über eine Spende würden wir uns sehr freuen.

 


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