BrunoPet Geschichte

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Suceava 2005-2007

Es fing an mit einem Hilferuf im Internet…. Im Januar 2005 ging ein Hilferuf per E-Mail durch das Internet. Ein kleines Tierheim in Rumänien, das von einer einzelnen Dame, Eugenia Ies, betrieben und finanziert wurde, platzte aus allen Nähten. An Weihnachten 2004 sollten Hunde im städtischen Tierheim von Suceava getötet werden, doch sie wurden von den Mitarbeitern grausam misshandelt und mit heißem Teer übergossen. Tierschützer konnten für die meisten Hunde rechtzeitig einschreiten und kontaktierten Eugenia Ies, die die Hunde bereitwillig aufnahm. Die Hilfe für die geretteten Hunde und der Unterhalt des Tierheimes mit so viele Hunden war alleine von einer Person mit nur geringen Hilfsmitteln nicht mehr zu schaffen. Schnell gelangte diese Mail auch ins Gesunde Hunde Forum, wo die Hilfsbereitschaft riesig war. Um sich ein Bild machen zu können, fuhren Swanie und Ela Anfang Februar nach Rumänien. Auf der Zugfahrt nach Suceava bekamen sie von Robert Smith einen Schnellkurs über Tierschutzarbeit in Rumänien. Er erklärte ihnen die Besonderheiten und die Schwierigkeiten, das Streunerproblem in Rumänien (und in allen anderen Länder mit Streunern) zu lösen. In Suceava angekommen waren die Tage ausgefüllt mit Besuchen verschiedener Tierheime und mit Gesprächen, wie schnell und effizient Hilfe geleistet werden kann, denn hier war Hilfe bitter nötig.
Erste Hilfsmaßnahmen durch andere Tierschutzvereine, wie z.B. eine große Kastrationsaktion waren angelaufen, die Hunde wurden geimpft und Spenden gesammelt. Um die Unterstützung des Tierheims von Eugenia Ies dauerhaft zu sichern wurde von Swanie und ihren Mitstreitern der Verein Freundeskreis Bruno Pet e.V. gegründet. Die erste beständige Finanzierung wurde mittels Patenschaften von einzelnen Hunden erreicht. Mit den bisher gesammelten Spenden wurden die Zwingeranlagen ausgebaut und die Hunde medizinisch versorgt. In kleineren Transporten durften erstmals Hunde ausreisen um das übervolle Tierheim etwas zu entlasten.
Die zu Beginn geplanten Freilassungen nach erfolgter Kastration konnten aufgrund der zurückgezogenen Unterstützung durch den Bürgermeister nicht stattfinden. Um die Lebensbedingungen der Hunde zu verbessern musste das Tierheim leerer werden, aber wohin mit den Hunden? In Zusammenarbeit mit Pflegestellen und Tierheimen in Deutschland wurde die Ausreise einer großen Anzahl an Hunden geplant. Im Januar 2006 wurde mit Hilfe des Tierärztepools ein Tierarzteinsatz zur Erfassung aller Hunde und ihrer Gesundheit durchgeführt. Die Hunde wurden medizinisch versorgt, auf Mittelmeerkrankheiten untersucht, erneut geimpft und gechipt. Dank der großartigen Finanzierungshilfe durch die Paten wurden die Hunde des Tierheims Bruno Pet für die Ausreise nach Deutschland vorbereitet.

Wir gehen auf Reisen…. Im April 2006 war es dann soweit, der 1. Großtransport mit 50 Hunden wurde durchgeführt und weitere folgten. Da Rumänien noch nicht in der EU war, gestalteten sich die Transporte manchmal mehr als abenteuerlich. Man kann sich nicht wirklich vorstellen, welcher Papierkrieg hinter jedem einzelnen Hund steht – auf jeder Fahrt gab es an der Grenze plötzlich andere Bestimmungen, Fahrzeuge wurden aufgrund der falschen Stempelfarbe über lange Stunden festgehalten. Dies und andere Tücken einer Reise wie ein Motorschaden auf der Heimfahrt mitten in der Nacht mit dem Transporter voller Hunde ließ uns so manches mal nette Menschen mitten in der Nacht aus dem Bett klingeln und um Hilfe bitten…der ganz normale Wahnsinn eben.
Und wie geht’s weiter in Rumänien? Den Hunden ging es langsam immer besser, die Zwinger waren nicht mehr so voll und die Lage entspannte sich. Doch im Herbst 2006 verkaufte Eugenia Ies das Tierheimgelände. Sie hatte schon in der Vergangenheit immer wieder geäußert, dass sie einfach nicht genügend Kraft, Zeit und Geld hat, ein Tierheim dieser Größenordnung auf Dauer zu betreiben. Mit Abnahme der Patenhunde fielen die Nebenkosten wie z.B. das Gehalt der Arbeiter immer mehr ins Gewicht, das Grundstück wurde schlicht weg zu teuer. Auch die Tatsache, dass die Stadt ihr ständig im Nacken saß, weil ihnen das Tierheim ein Dorn im Auge war, hat mit Sicherheit zu ihrer Entscheidung beigetragen. Die Übergabe des Geländes wurde auf Mai 2007 festgelegt, also genügend Zeit sich um die Zukunft der Hunde kümmern zu können. Ein neues Grundstück, kleiner, besser gelegen, stand in Aussicht. Dort wollten wir gemeinsam mit Eugenia Ies unsere Arbeit in kleinerem, überschaubarem Rahmen weiterführen. Wir planten über den Winter wie der Umzug gestalten werden könnte und eine Kastrationsaktion von Straßenhunden, die wir im Frühjahr durchführen wollten.
Im April 2007 haben wir gemeinsam mit 2 Tierärzten aus dem Tierärztepool in Suceava Straßenhunde kastriert und dabei neben der Verbesserung der Lebenssituation und Verhütung von Nachwuchs der Straßenhunde auch für einen positiven Eindruck bei der Bevölkerung und in der einheimischen Presse gesorgt. Sogar die Nachrichten sendeten einen Beitrag über unsere Aktion. Durch den positiven Verlauf der Aktion motiviert und voller Tatendrang glaubten wir das drohende Unheil, dass sich schon während des Besuches abzeichnete, abwenden zu können. Eugenia Ies war arbeitslos geworden und am Ende all ihrer Kräfte. Wir versuchten Kraft zu spenden und Geld zu mobilisieren. Als wäre Eugenias Verzweiflung nicht schlimm genug, wollten die Besitzer des neues Grundstückes plötzlich kurz vor dem Umzug eine riesige Summe Geld für ihr Land. Alles Grübeln und Rechnen half nichts mehr, wir mussten das Tierheim räumen und hatten nur 8 Tage Zeit zur Verfügung.

Ein leerer, stiller Ort…

Dank der Hilfe von vielen lieben und kompetenten Menschen schafften wir es, die verbleibenden Tierheimhunde alle unterzubringen. Nach dem letzten Transport blieb ein unbewohntes Tierheim zurück. Ein leerer, stiller Ort, der uns alle, die wir diesen Ort voller Leben und Gebell kannten, beinahe körperlich schmerzte. Unser Projekt in Suceava war abgeschlossen, die Hunde alle in Sicherheit. Nun blieb nach aufregenden und aufreibenden Zeiten ein wenig Zeit zum Durchatmen und ließ uns plötzlich mit aller Macht spüren, dass das Bild des evakuierten Tierheims auch unser Innerstes widerspiegelte. Eine unbegreifliche Leere und Stille. Wir konzentrierten uns darauf, die Hunde, die nun in Deutschland waren, zu betreuen, den einen oder anderen umzusetzen, an einen passenderen Platz, wo auf seine Bedürfnisse eingegangen werden konnte. Einige der Hunde waren krank, oft alte Verletzungsgeschichte aus dem Straßenhundeleben, wir sorgten für Behandlung und Pflege. Wir waren auch damit beschäftigt, als Team etwas zur Ruhe zu kommen, denn ganz ehrlich, so notwendig Tierschutz ist, er raubt auch Energien. Und dann kam wieder alles anders als man denkt….. fest stand, wir wollten weiter machen in Rumänien, planten für die Zukunft Kastrationsaktionen, den Bruno Pet Tag…als ein Hilferuf per E-Mail durch das Internet ging.

Es ging weiter in Miercurea Ciuc….

Miercurea Ciuc 2007 – 2008

Es ging weiter mit einem Hilferuf im Internet….

Ein kleines Tierheim in Rumänien war in Not geraten. Ein Hauptsponsor war ausgefallen, das Tierheim stand vor dem finanziellen Aus und den Hunden drohte der Abtransport in eine Tötungsstation. Noch während Constanze Haag eine Mail mit Fragen verfasste klingelte ihr Telefon, am Apparat war Angela… Auf ihrer verzweifelten Suche nach Hilfe erhielten sie Connys Telefonnummer von einem anderen rumänischen Verein, kontaktierten Conny umgehend und erzählten völlig fertig mit den Nerven die ganze Geschichte. Bei uns liefen die Telefone heiß, schnell waren wir uns einig, dass wir helfen wollen.

Und das ist es, das Tierheim der Fundatia Pro Animalia:

Das Tierheim am Stadtrand von Miercurea Ciuc, inmitten der rumänischen Karpaten, beherbergte 2003 ca. 150 Hunde. Auf einer Fläche von 2000 qm hausten die Tiere in sechs Verschlägen und Ausläufen. Die Unterstützung der Stadtverwaltung reichte für jeden Hund am Tag für 170 g Brot, 40 g Mehl und 20 g Reis.
Dieter Fickel und Angela Zimmermann aus Österreich, besuchten ein von ihnen unterstütztes Kinderheim in Frumoasa und während dieses Aufenthaltes besichtigten sie erstmalig das Tierheim. Sie drehten ihre Urlaubskasse um und kauften spontan einen Transporter voll Trockenfutter.
Zu diesem Zeitpunkt wurde die rumänische Stiftung Fundatia Pro Animalia gegründet. Unter der Leitung von Eva Orendi betreut die Stiftung das Tierheim.
Es kam ein Transport aus Deutschland mit Spendengütern, Medikamenten und medizinischem Material und einem Notstromaggregat im Tierheim von Miercurea Ciuc an und im Laufe der Zeit folgten weitere.
2005 konnte ein 1 ha großes angrenzendes Grundstück erworben werden und das Tierheim wurde erweitert. Bei einer Erhöhung der Kapazität des Tierheimes, was auf dem neuen Gelände möglich war, wurden die noch verbliebenen Straßenhunde der Stadt übernommen. Das brachte jedoch eine höhere finanzielle Belastung mit sich. Und auch in der folgenden Zeit ist das Tierheim stark angewachsen, denn trotz aller Einfangaktionen stieg die Zahl der Straßenhunde in der Gegend um Miercurea Ciuc im Laufe der Zeit trotzdem stetig an. So ist es zu einer neuen Belastungsprobe für das Tierheim gekommen. Die finanziellen Mittel wurden knapp. Kosten für Futter, Medikamente und Baumaßnahmen explodierten. Dieters und Angelas Zukunftstraum war ein kleines
Gebäude und trotz aller Sorgen ist es Dank finanzieller Unterstützung gelungen, ein gebrauchtes Holzhaus zu kaufen, das erste feste Gebäude auf dem Tierheimgelände.
Und dann zog sich der Hauptsponsor zurück und das Futtergeld für die Hunde war plötzlich nicht mehr da…

Zur Situation Ende August 2007:

Es waren weit über 300 Straßenhunde im Tierheim untergebracht. Die Stadt zahlte eine kleine Unterstützung und den Lohn für zwei Arbeiter, 2 weitere Arbeiter wurden durch einen anderen Verein finanziert. Es arbeiteten zwei Tierärzte ehrenamtlich auf Abruf für das Tierheim. Es fehlte an Futtergeld und Geld für die medizinische Versorgung. Das Haus war noch nicht fertig gebaut, es musste noch winterfest gemacht werden.
Am 08. September fuhren Angela und Dieter für 10 Tage nach Miercurea Ciuc und fotografierten die Hunde. Mit den Bildern der Hunde versuchten wir wieder die Futterkosten dauerhaft mittels Patenschaften abzudecken.

Wir gingen erneut auf Reisen…

Am 14.10.2007 fuhren wir zum 1. Mal nach Miercurea Ciuc. Wir wollten gerne die Tierheimleitung Eva Orendi persönlich kennenlernen und uns die Tierheimanlage anschauen, um festzustellen, was noch an Verbesserungen notwendig ist. Wir beabsichtigten den Bürgermeister kennenzulernen, um mit ihm darüber zu sprechen, wie man seine Interessen und die der Tiere am besten unter einen Hut bekommt. Unser Ziel war, dass wir eine offizielle schriftliche Genehmigung für das Kastrieren von Straßen- und Privathunden vor Ort durch unsere Tierärzte bekommen. Bei positivem Ausgang dieser Gespräche könnte eine erste Kastrationaktion im Frühjahr stattfinden.
Wir wollten schauen, wie wir die Futtersituation vor Ort verbessern können. Die Fotos von Dieter zeigten ganz deutlich: viele Hunde waren zu dünn und der Winter stand vor der Tür. Ein bisschen Erfahrung, wie man rumänischen Hunden etwas Speck auf die Rippen zaubert, haben wir ja in Suceava bereits sammeln dürfen. Es war vorgesehen die Tierärzte vor Ort kennenzulernen und mit ihnen über die medizinische Versorgung, Impfungen usw. zu sprechen und auch ein Konzept zu entwickeln, was die Kastrationen angeht. Unser Ziel war es, dass jeder Hund gleich kastriert und entsprechend markiert wird, wenn er ins Tierheim kommt.

Erste Maßnahmen

Erste eigene Erkenntnisse nach dem Besuch: Das Tierheim war brechend voll und auch viele Hunde an der Kette. Es musste unbedingt die Anzahl der Hunde reduziert werden. Und so durften ca. 50 Hunde ausreisen, darunter auch ein paar Notfälle, die umfassende medizinische Versorgung in Deutschland erhielten. Der Zustand der Hunde hatte sich im Vergleich zu den Bildern im September gebessert. Sie hatten mehr auf den Rippen (wenn auch nicht alle). Es sind sehr viele Hunde, die freundlich und neugierig dem Menschen gegenüber sind. Es
stellte sich heraus, dass eine große Zahl der Hunde nicht kastriert ist. Das Stresspotential ist dadurch nochmals erhöht. Es muss unbedingt Platz geschaffen werden, damit jeder Hund sich wenigstens in einem Zwinger frei bewegen kann. Teilweise sind die Zwinger in schlechtem Zustand. Einige Zwinger liegen so ungünstig, dass sie ständig matschig sind, weil der Boden immer im Schatten ist und nie abtrocknen kann. Es sind noch viele Behelfszwinger in denen Hunde teilweise einzeln sitzen. Sie werden als Notlösung genutzt, weil es so viele Hunde sind. Es fehlt die Möglichkeit, neue Hunde erstmal in Quarantäne unterzubringen, damit sie entwurmt, entfloht und geimpft werden können, bevor sie zu den anderen Hunden kommen. Die Hunde könnten bessere Wasser- und Futternäpfe gebrauchen.
Es gab auf dem gesamten Gelände nur einen Wasseranschluss, der Strom stammte aus dem Notstromaggregat. Das Futter wurde teilweise wegen Diebstahlgefahr außerhalb gelagert. Die Zusammenarbeit mit den Tierärtzen ist gut gelaufen. Während des Aufenthaltes konnten sehr viele Hunde gleich gechipt und katalogisiert werden. Der Bürgermeister war verhindert, somit konnten die geplanten Gespräche nicht stattfinden. Dafür war ein Stellvertreter des Bürgermeisters da. Er war nett und aufgeschlossen und schaute uns beim Chippen zu. Auch die Presse war vor Ort und zeigte sich sehr interessiert. Zusammenfassend war zu sagen, dass es viel zu tun gab, doch wir waren zuversichtlich es zu schaffen.
Im Januar/Februar 2008 erkannten wir durch einen Staupeausbruch, dass es nötig war, die Hunde komplett zu impfen. Entgegen vorheriger Aussagen waren die Hunde doch nicht geimpft. Der gesamte Hundebestand wurde grundimmunisiert und von uns dokumentiert. Desweiteren mussten die Kosten von 2 Arbeitern übernommen werden, da sich der andere Verein zurück zog.
Im März 2008 erfolgte ein weiterer Besuch. Der erste Eindruck war bedrückend, es waren doch einige bekannte Hunde verstorben und einige Hunde in Zone 4 waren noch von der Staupe betroffen, 2 Hunde mussten eingeschläfert werden. Es konnten kleinere Reparaturarbeiten an den Zwingern durchgeführt werden, doch eine große Anzahl der Zwinger in Zone 2 waren in einem furchtbaren Zustand. Die Zwinger waren meist sehr klein, bekamen wenig Sonne und trockneten dadurch nicht ab. Durch den in Folge dessen stets schlammigen Boden war das Fell der Hunde fast immer feucht, die Näpfe und das Trinkwasser verdreckt, das Holz modrig, die Zwinger nicht vernünftig zu reinigen und es roch alles ziemlich streng. Die Zone 2 war sehr verschachtelt gebaut, die Gänge waren durch dort angebundene Kettenhunde sehr schmal und die Hunde standen deutlich mehr unter Stress und waren krankheitsanfälliger. So waren zum Beispiel die meisten an Räude erkrankten Hunde dort zu finden. Das Haus war für die geplante Kastrationsaktion soweit fertiggestellt und alle nötigen Materialien wurden sortiert und zurechtgelegt bzw. wurden einige noch fehlende Utensilien bestellt

Die erste Kastrationsaktion…

Im April 2008 wurde die erste Kastrationsaktion durch den Tierärztepool durchgeführt. Einen eindrucksvollen Bericht darüber können Sie auf folgender Seite nachlesen.
http://www.tieraerzte-pool.de/tieraerztepool/berichte-tagebuecher/miercurea-ciuc-rumaenien-april-2008.html
Da das Tierheim dringend einer Entlastung bedurfte wurden im Juni und Juli 2008 jeweils ein Transport gefahren. Der Zustand des Hauses war furchtbar. Kisten mit medizinischem Material, welches von der Kastrationsaktion übrig geblieben war, stapelten sich überall. Im zukünftigen Aufwachraum der Praxis tummelte sich eine Truppe kranker Welpen, die an Durchfall litten und ihre Umgebung entsprechend gestalteten… Topi, ein verletzter Junghund mit verbundenem Beinchen war im Behandlungszimmer untergebracht. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um sich zu entleeren, hatte sie zwei Kisten mit medizinischem Material für geeignet befunden und sich darin verewigt. Im oberen Stockwerk des Hauses, befand sich eine Katzenfamilie. Zwei Katzenmütter mit ihren Babys „bewohnten“ Sofa und Sessel, aus mehreren Katzentoiletten „duftete“ es intensiv. Es war einfach immer wieder bedrückend, wie sich die vielen Hunde auf viel zu engem Raum tummeln. Sie stehen sich gegenseitig auf den Pfoten, der Platz in den Hütten ist hart umkämpft, Hunde, die sich nicht durchsetzen können, werden von den anderen gemobbt, Hautkrankheiten stehen bei der Enge und dem Stress Tor und Tür offen. Es fielen außerdem ein paar verletzte Hunde auf.
Es wurde ein Tierarzt zur Festeinstellung gefunden, der viele Jahre Praxis in Deutschland gesammelt hatte. Wir versprachen uns dadurch eine wesentliche Verbesserung der medizinischen Versorgung der Hunde. Desweiteren wurde ein Verwalter eingestellt, da es im Tierheim deutlich an Struktur fehlte und keiner einen Überblick über die Hunde und deren Bedürfnisse, sowie über Bedarfsmaterial im Tierheim hatte.
Im Juli 2008 wurden Pläne für eine große Zwingeranlage auf dem Stiftungseigenem Gelände geplant. In der Folgezeit zeigte sich aber, dass sich diese Pläne leider aus verschiedenen Gründen nicht realisieren ließen.
Im Oktober 2008 wurde nochmals ein Transport gefahren. Leider gewannen wir den Eindruck, dass die bereits stattgefunden Transporte keinerlei Effekt für das Tierheim hatten. Es waren wieder reichlich neue Hunde da, es hatte weiterhin viele Kettenhunde. Wieder waren viele uns bekannte Hunde nicht mehr im Tierheim anzutreffen und deren Verbleib blieb zum Teil rätselhaft. Es blieb bei aller Freude über die in Deutschland eingetroffenen Hunde ein bitterer Nachgeschmack. Wir hatten das Gefühl nicht wirklich was erreicht zu haben.

Es ging 2009 weiter in Miercurea Ciuc….