Kommentare

  1. Das ist einmal ein wirklich fundierter und gleichzeitig verständlicher Artikel, Danke!!!
    Auch wir werden auf Spaziergängen mit unserem Hund immer wieder gefragt, welche Rassen da denn wohl mitgemischt hätten. Ein jeder sieht etwas anderes in ihm: Jack Russel, Husky, Akita, Glatthaar-Foxterrier, Galgo oder sogar weißer Schäferhund – all‘ diese Rassen wurden schon einmal in unserem Hund vermutet. Unsere Standardantwort lautet deshalb meistens: „Reinrassiger rumänischer Angsthase“.
    Martin Rütter hat einmal sinngemäß gesagt: Wenn wir die Hundezucht komplett den Hunden überlassen würden, gäbe es in spätestens 20 Jahren wohl fast ausschließlich mittelgroße, genügsame und ziemlich gesunde Hunde.
    Da haben wir’s: Unsere Rumänen sind einfach ihrer Zeit ein paar Jährchen voraus;-)

  2. Diesen Artikel finde ich ebenfalls sehr gut und verständlich geschrieben. Ich habe im April 2011 einen kleinen Hund vom bmt aus Rumänien adoptiert. Er sieht genau so aus wie der hier zuletzt gezeigte kleine, cremefarbene Hund mit den hellbraunen Ohren. Pedro ist jetzt 10 Jahre alt. Mit drei Jahren habe ich ihn adoptiert. Ich habe mich gefragt, ob es eine eigene Rasse ist. Wenn ich einen zweiten Hund adoptieren wollte, möchte ich gerne einen haben, der so aussieht wie Pedro oder der Hund auf den letzten Bildern, auch wenn es ein Mischling ist. Mein Pedro ist ein außerordentlich lieber und freundlicher Hund. Er gehorcht sehr gut und bellt nicht in der Wohnung, auch nicht, wenn es klingelt. Wäre es möglich, irgendwann so einen Hund zu adoptieren.? Der junge Hund könnte von seinem älteren Partner lernen. Er kann ruhig drei bis fünf Jahre alt sein und ein Rüde. Wichtig wäre nur, dass er gesund ist, denn ich habe hohe Tierarztkosten für meine Hund gehabt. Ich habe Pedro nur mit positiver Verstärkung erzogen. Es klappte super. Damals hatte ich noch einen Hund aus Spanien, einen Podenco-Mix, der leider mit 14 Jahren verstorben ist. Pedro hat viel von ihm gelernt und wir haben sehr um ihn getrauert.

  3. Joachim Furchtmann

    Habe seit 5.Wochen einen Hund 7 Mon. aus dem Waldtierheim Celle, er kommt aus der Smeura.
    Er lebt mit einer Siberian Husky Hündin zusammen sie ist 2 Jahre. Und kommt auch aus dem Tierschutz. Nothilfe Polarhunde Nord e.V
    Die Beiden haben sich gefunden, es ist ein Traumpärchen!

    Viele Grüße aus Celle

  4. Dieser Beitrag bringt es auf den Punkt. Wir sind über das Tierheim Ransbach-Baumbach (Glückshunde e.V.) an einen ganz, ganz tollen Hund aus Rumänien gekommen. Ansgt und Vorsicht bestimmten die ersten Tage, aber nach und nach wurde er zutraulicher und selbstsicherer. Mittlerweile ist er ein fröhlich-freundlicher Hund, der weder Probleme mit Artgenossen, noch mit Kindern hat. Erwachsene muss er nur kurz kennen lernen und wenn er merkt, dass diese nichts Böses im Schilde führen und gut zu ihm sind, dann schließt er recht schnell „Freundschaft“. Er geht perfekt und kommentarlos Gassi, er springt keinen an (höchstens bei riesengroßer Freude – und auch nur bei denen, denen er absolut traut). Er giert und schlingt nicht beim füttern, ist überhaupt sehr geduldig und überaus „verschmust“. Wir haben Heidschnucken, die er gerne beobachtet, ohne ihnen hinterher zu laufen, sie anzubellen, oder sie zu verunsichern. Ihre Wiese „kontrollieren“ wir täglich, er hilft uns bei der Fütterung – ohne irgendwelche Probleme! Weiterhin betreiben wir eine Gastronomie, wo allzu täglich viele Menschen ein und aus gehen. Bei vielen Gästen ist er bekannt, wie ein bunter Hund. Er hat sogar etliche Fans unter ihnen, die, wenn er sie kennt, auch schon mal ein Stück mit ihm spazieren gehen. Auch dies ist kein Problem. Kurzum, meine Partnerin (die nie einen Hund wollte, sogar große Angst vor ihnen hat(te), sind total glücklich. Besser hätte es nicht laufen können!

  5. Christa Drosse

    Meine Nachbarin hat einen Hund aus Rumänien adoptiert , der sehr aggressives Verhalten allem und jedem gegenüber an den Tag legt. Beim Spaziergang attackiert er Fußgänger, Radfahrer, Kinder, Autos, andere Hunde. Er gebärdet sich wie ein Irrer, ist nicht ansprechbar und reagiert auf nichts. Auch wurde sie schon mehrmals von ihm gebissen. Bürsten ist unmöglich. Trotzdem will sie ihn unbedingt behalten. Für mich wäre das nichts. Ich plädiere nach wie vor für einen Rassenhund vom Züchter. Da kann man einschätzen, auf was man sich einlässt. Leider sieht man immer mehr Auslandshunde, die in den seltensten Fällen einfach sind. So traurig das Schicksal dieser Hunde auch sein mag, aber sollen wir Deutsche uns denn wirklich für alles verantwortlich fühlen? Und für einen mindestens 8 Jahre alten Straßenhund fast 400 Euro zu verlangen finde ich schon mehr als unverschämt. Aber es gibt ja immer wieder Dumme, die darauf hereinfallen.

  6. Tina Schütz

    Liebe Christa Droste,

    gut, dass jeder selber wählen darf, was er unverschämt findet und was nicht. Mir geht es zum Beispiel mit ihrem Kommentar so. (-:
    Dem Nachbarshund wünsche ich eine sehr gute Trainerin und Ihnen, dass Ihre Zuchthunde niemals krank oder problematisch sein werden.
    Wo helfen Sie denn gemeinnützig?
    Beste Grüße
    Tina Schütz

  7. Antje Neumann

    Ich habe selbst zwei Hunde aus dem Tierschutz, einen Rüden aus Montenegro und eine Hündin aus Rumänien beide sind sehr lieb .
    Am Anfang waren beide sehr ängstlich aber mit viel Geduld und liebevoller konsequenz sind aus beiden Hunden wunderbare Familien Mitglieder geworden.
    Auch bei Rassehunden gibt es keine Garantie man brauch nur in ein Tierheim zu gehen dort sitzen viele Rassehunde weil ihre Besitzer nich mit ihnen zurecht gekommen sind.
    Die 400 EURO sind eine sogenante Schutzgebühr schließlich werden die Hunde geimpft geschipt und meistens sterelisiert.
    Und der Transport nach Deutschland kostet ja auch Geld.
    Viele dieser Hunde werden oftmals in erbärmlichen Zuständen aufgefunden sehen Sie sich das mal auf YouTube an.
    Die Hunde sind nicht an diesem Elend schuld sondern der Mensch denken Sie mal darüber nach.
    Regen Sie sich lieber darüber auf das die EU in Rumänien für jeden getöteten Straßenhund 50 EURO und für jeden Straßenhund der im Staatlichen Tierheim landet 200 EURO ZAHLT.
    In Rumänien werden die Hunde mit Frostschutzmittel getötet und in den Staatlichen Tierheimen verhungern die Hunde qualvoll und stehen und liegen in ihren eigenen Exkrementen.

  8. Janine Kleberg

    Wir haben nun seit 3 Monaten einen kleinen Problembären aus Rumänien den ich nicht mehr missen möchte. Wir haben auch zwei Katzen aus Russland die echt super sind. Wären es keine ausländischen Tiere gewesen, wären wir ins Tierheim gegangen. @Christa Droste ich glaube, Ihnen ist nicht klar, dass es manchen Menschen nicht um die problemlosen reinrassigen Zuchttiere geht, sondern vielmehr darum, den Bestand „abzuarbeiten“. Dazu muss man bereit sein, sich mit der Geschichte und den individuellen Problemen auseinandersetzen. Zu sehen wie unser „Hase“ seine Angst verliert und Selbstbewusstsein entwickelt, ist uns dabei das größte Geschenk.

  9. Stefanie Dorsch

    Hallo Frau Christa Drosse,
    zum Glück gibt es auch Menschen auf dieser Welt, die ein wirkliches Herz für Tiere v.a. für Hunde aus Rumänien oder anderen Ländern haben und nicht nur auf „geclonte Rassehunde“ stehen. Wir haben vor fast 1 Jahr eine Hündin aus Rumänien adoptiert. Auch sie ist traumatisiert, auch sie stellte anfangs Spaziergänger, Radler, v.a. Männer. Nach 2 Monaten hatte sie verstanden, dass sie sich bei uns nicht so aggressiv gebärden muss und dass sich so ein Verhalten „nicht gehört“. Mit viel Geduld, Ruhe, Leckerlis und Vertrauen haben wir mittlerweile einen (fast) „normalen“ Hund aus ihr gemacht. Nicht im Hund schlummert das Böse, sondern im Menschen. Denn Menschen waren es, die ihr als Welpe Angst und Schrecken beigebracht haben. Hundeerziehung ist sehr ähnlich der Erziehung unserer Kinder. Und eben unsere Kinder können wir auch nicht einfach austauschen, wenn sie mal „ins Fettnäpfchen“ getreten sind. Wir müssen an uns arbeiten, an einem liebevollen Miteinander und Verständnis für jede Kreatur und nicht einfach verurteilen und die Augen schließen.
    Eine Frage stelle ich noch in den Raum: Wieviele Beißunfälle sind durch z.B. reinrassige Schäferhunde verursacht?
    Wie gut, dass man mit jedem neuen Tag seinen Horizont erweitern kann – wenn man bereit dazu ist.

  10. Susanne Lauer

    Wir haben seit 10 Tagen eine Hündin aus Rumänien und sind begeistert. Sie ist ein absoluter Traumhund, etwas ängstlich gegenüber anderen Hunden, aber besser geht nicht. Sie heißt Tamy und sieht wie ein pechschwarzer Schäferhundmischling aus, da sie aber so gut wie nie bellt und auch sonst ähnliche Eigenschaften mitbringt, könnte auch etwas Windhundartiges drin sein. Sie wird im Februar 2 Jahre alt.

  11. Jürgen Genz

    Nachdem mein Mischling aus Spanien im August 2018 eingeschläfert werden musste, wollte ich keinen Hund mehr haben. Sonntags sind wir dann im Dezember mal ins Tierheim Wermelskirchen gegangen, Dort gab es einen mittelgrossen ca. 5 Jahre alten Schäferhund irgendwas Mix. Ok habe ich gedacht, wenn schon kein eigener Hund dann zumindestens als Gassigänger helfen. Milow sah das allerdings anders. Am 13.12.2018 bei uns eingezogen. Ein Hund dem an einigen Stellen Fell fehlt (wächst bereits wieder nach, Fellverlust durch Stress), der panische Angst vor Kanaldeckeln hat, keine Treppen kannte, Laminat für Glatteis hielt (die Teppichindustrie hat sich gefreut) Autos für Teufelswerk hielt und neben dem Essenstisch stand wie festgetackert brauchte 4 Anläufe, 4 Anläufe nicht 4 Tage um ohne Leine ins 2 OG zu laufen. Er springt jetzt von alleine ins Auto liegt, wenn wir essen, brav auf dem Teppich. Für alle anderen Dinge haben wir ab dem 11. Januar Hundeschule und ich bin mir sicher, dass wir noch jede Menge Spass zusammen haben werden. Ach ja, ich bin auch so ein Idiot der für einen Hund aus Rumänien 400 € bezahlt hat Frau Droste und mir geht es richtig gut dabei und ich denke Milow geht es genauso. Jeden Tag versprüht er mehr Lebensfreude.

  12. Jojo

    Hallo,
    ich kümmere mich derzeit um eine kleine Hündin aus Rumänien. Sie ist 3,5 Jahre alt. Leider kann man sie bisher nicht anfassen, kein Halsband, Geschirr oder Leine anlegen.
    Habt ihr Tips wie man ihr am besten helfen kann zutrauen in menschen zu finden. Außer natürlich ganz ganz viel Ruhe Zeit und Geduld?

    Lg

  13. Antje Neumann

    Ich habe auch so einen Hund,es hat 8 ! Monate gedauert bis ich ihn anfassen konnte. Ich habe ihn nie bedrängt,viel“Hundesprache“ kopiert und glücklicherweise einen vertrauensvollen Zweithund. Gerne können wir Kontakt aufnehmen,denn alles hier zu beschreiben würde zu weit führen.Ich entdecke aber jetzt unter dieser Kruste von Angst und Trauma einen lustigen Kobold für den sich der Aufwand mehr als lohnt

  14. Antje Neumann

    Ich weiss nicht ob wir so Kontakt aufnehmen können,also doch mal so wie ich es gemacht habe und mache:
    1 Tag Ruhiges Zimmer,Hundetoilette bauen,wir haben Plastikfolie mit Handtüchern drauf genommen und etwas Hundepippi vor der ersten Benutzung auf ein Tuch gemacht. Grosse Hundebox ohne Tür komfortabel eingerichtet.Das wird der Safespace für den Hund.Niemals dort stören. Hundekörbchen.Auch komfortabel mit Kissen und in einer Ecke mit gutem Überblick für den Hund.Beim Betreten des Zimmers mit der Schulter zuerst und das Gesicht vom Hund abwandt Kein Blickkontakt.Mit Ruhe das Zimmer betreten und erstes Komando etablieren mit einem kleinen Käse oder Wurstwürfelregen sagen: Alles ok .Wenn der Hund frisst dableiben sonst Zimmer verlassen.Und später nachsehen ob er es gefressen hat. Danach einfach im Zimmer aufhalten lesen schlafen usw.Ferngesehen hab ich wegen der Geräusche nicht.

  15. Rena Gut

    Ich habe zwei Hunde. Einen Spanier, ca. 8 Jahre, Rüde, kastriert. Sehr ängstlich und unsicher.
    Und eine 2,5 Jahre alte rumänische Hündin, kastriert. Unsicher und vorsichtig.
    Natürlich weiß man nicht genau was man da ins Haus bekommt und klar dauert es bis das Eis gebrochen ist und Vertrauen entsteht… aber wenn man das geschafft hat, hat man Hunde fürs Leben.
    Was traumatisierte Hunde angeht… nun, da ist definitiv Fingerspitzengefühl des TSV gefragt. Nicht jeder gerettet Hund kommt in Deutschland klar und nicht jeder Halter kommt mit jedem Hund klar.
    Zu empfehlen sind TSV die mit Pflegestellen in Deutschland arbeiten. Hunde direkt im Ausland bestellen und vom Flughafen abholen, kann ich definitiv nicht empfehlen.
    Macht Euch schlau, dann bekommt man auch keine unerträglichen Angstbeißer und sollte es so sein, hilft der TSV der ermittelt hat, sofern er gut ist.

  16. Elisabeth

    Wir bemühten und um einen deutschen Hund aus einem deutschen Tierheim hier in der Nähe. Allerdings ist unser Gartenzaun laut der Kontrolldame zu löchrig. Und auch noch ne Katze im Haus…..!!!! Wir bekamen diesen Hund nicht.
    Der Kontrolleur vom rumänischen Verein war von uns und unserem Umfeld komplett begeistert – und seit 4 Monaten leben wir glücklich mit einem rumänischen Mix zusammen.

  17. Eleonore Koch

    Auch ich habe 2 Hunde. Als Welpe bekam ich von der Bulgarien-Hilfe ein ausgehungerter kleiner Wirbelwind mit Dickkopf. Richtung Spitz-Dackel-? Je älter sie wurde, desto mehr Hunger hatte sie. Um sie etwas in „Schwung“ zu bringen, holte ich mir ein Hündin aus Rumänien. Alter , tja- ca. 3-6 Jahre, Richtung schwarzer Schäferhund und Superängstlich- sie kannte ja gar nichts. Keine Wurst, Knochen, Spielsachen, Autos….. Jetzt habe ich 2 Jahre. Ein Super Superhund. Hört aufs Wort. Liebt es zu schmusen, kuscheln, streicheln. Wo ich bin, ist meine Roxy. Sie liebt alles und jeden. Als ich sie das erste mal beim Gassi sie von der Leine lies- das war ein Bild für Götter. Ein Tier das vermutlich immer eingesperrt war, konnte zum ersten mal laufen, rennen, springen. Diese Lebensfreude war unbeschreiblich. Ich wünschte, ich könnte vielen Hunden diese Freude machen. Inzwischen liebt sie sehr zu rennen, austoben. Stubbst immer meine andere an, aber sie ist mag nicht mehr so toben, trotzdem hat sie ganz schön abgenommen und mehr Lebensfreude gewonnen. Ich bereue nicht, dass ich mir meine Roxy geholt habe. Obwohl viele sagten, die Hunde haben einen Knacks vom Tierheim, die sind verschandelt, verdorben, Angstbeisser. Wenn dann nur Welpen nur die kann man noch „hinkriegen“. Vielleicht habe ich Glück gehabt. Aber meine Roxy gebe ich niemals wieder her. Alle haben ein 2. Chance verdient glückliche Hunde zu werden.

  18. Sabine Becker

    Eine großartige Seite, fundierte Information. Wir können diese klugen Worte nur bestätigen. Wir haben auch einen rumänischen Hund aus der Smeura, eine Hündin, die auf der Straße lebte und dann von den Hundefängern gefangen und in die Tötungsstation von Pitesti gebracht worden war wie so viele andere Hunde. Unsere Mischlingshündin ist der Mittelpunkt unserer Familie, sie hat es geschafft, wie hier steht. Sie hat ihre Ängste überwunden und entfaltet ihr wunderbares Wesen immer mehr.
    Wir hatten vor ihr bereits eine Mischlingshündin aus Rumänien, die es als auf der Straße überlebender Welpe durch Zufall nach Deutschland geschafft hatte. Auch eine tolle Hündin, die 15 Jahre alt wurde.
    Unsere Hündin, die nun mit uns lebt, ist unser erster Hund, der als erwachsenes Tier mit geschätzten vier Jahren zu uns kam. Es ist ein Unterschied, eine gewachsene Persönlichkeit zu erleben oder einen sehr jungen Hund, der noch nicht so viel Erfahrung gemacht hat, vor allem schlechte, wie das den Hunden in Rumänien oft geschieht.
    Wir erleben die auffällige Würde dieser Hündin, die mit ihrem ruhigen, wissenden Blick und ihrem Verhalten so viel erzählt. Ihre Narben und ihre fehlende Rute, ihr unbehandelt zusammengewachsenes einst gebrochenes Bein erzählen von schlimmsten Erlebnissen. Sie kommt damit bestens zurecht, und wir tun alles, damit auch dieser Hund ein glückliches Leben mit uns führen kann, hoffentlich noch sehr, sehr lange.
    Ich kann auch nur zu diesen Hunden raten. Wer noch keine Erfahrung mit Hunden hat, kann einen geretteten Welpen aufnehmen, auch davon gibt es so viele….Oder wie hier steht, ein Hund aus einer Pflegestelle. Man erkennt dann die Eigenschaften, was sie brauchen, zu wem sie passen könnten. Es ist gut, wenn man seinen Hund direkt erlebt, es sollte Sympathie auf beiden Seiten sein!
    Wir werden immer solche geretteten Hunde haben, und nun aus Erfahrung und sehr starker Sympathie eben rumänische Hunde, ohne die anderen damit auch nur im Ansatz abwerten zu wollen! Sie sind alle gleich, alle in Not und brauchen uns. Wir werden niemals zu Züchtern gehen. Hinter jedem Zuchtwelpen ist eine arme Hundemutter, die ihre Kinder verliert, viel zu früh, von Wurf zu Wurf, und oft ist es reine Geldschneiderei.
    Wer aus den Millionen von Hunden, die überall (!) in Tierheimen sehnlichst auf ein gutes Zuhause, auf ihren Menschen warten, keinen findet, der sollte, so meine persönliche Meinung, gar keinen Hund haben.
    Ich grüße alle Hundebesitzer, die auch das große Glück haben, mit einem geretteten Hund aus Rumänien (oder anderswo!) zu leben.
    Alles Gute Euch und Euren Hunden!

  19. Elisabeth

    Frau Droste: Es tut mir leid für Sie, dass Sie so denken und nicht erkannt haben, welch ein Geschenk eine Freundschaft zum Tier ist! Und die kann man sich nicht erkaufen, die bekommt man geschenkt! 400 Euro sind keinen Cent zu viel bezahlt, ein Teil des Geldes ist notwendig, um auch die Hunde vor Ort zu versorgen die keiner will…
    Wir wollten vor 3 Jahren eine Hund aus Rumänien adoptieren und haben einen 8 Monate alten Mischling aufgenommen. Der Hund kannte gar nichts. Kein Spielen, keine Treppe, wollte nicht ins Haus, Auto uvm. Da er so jung war, gelang es uns innerhalb weniger Tage, ihn in einen neugierigen, fröhlichen Hund zu verwandeln. Schon wenige Wochen später begleitete er uns beim Camping, im Fahrradanhänger, im Auto, am Fahrrad und auch sonst überall hin. Er ist sozial kompatibel mit Mensch und Hund in jeder Lebenslage. Dazu fröhlich, verspielt und sehr gehorsam.
    In meinem Umfeld gab/gibt es daraufhin weitere Adoptanten für rumänische Mischlinge und Jeder ist begeistert. Ich empfehle allerdings dringend, den Hund nicht „blind“ übers Internet zu adoptieren, sondern möglichst von einer deutschen Pflegestelle, wo sich Mensch und Hund vorab begegnen können. Wenn man dann bereit ist, sich auf den Hund einzustellen und Herz und Verstand benutzt, bekommt man einen Freund fürs Leben.
    In unserem bevorzugten „Hundewald“ begegne ich täglich bis zu 60 Hunden. Die ausländischen Mischlinge sind hier die Angenehmsten!!! Unangenehm fallen hier die diversen „Modehunde“ auf, die auch gerne mal in Händen unerfahrener Halter landen, weil sie eben gerade „in“ sind. Z.B. Ridgebacks, Flat coated Retriever und immer häufiger schwarze Labradore. Schick – aber unerzogen, plump und aufdringlich bis aggressiv. Und das bei der Größe… Natürlich gibt es auch ganz tolle Ridgies, Labbis und Retriever. Es kommt ja sowieso auf den Halter an. Vermutlich sind es eben besonders engagierte Menschen, die sich bewusst für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Und daher auch bereit und vorbereitet sind, Zeit und Liebe in das Tier zu investieren.
    Ich selbst würde immer wieder einen Hund aus dem Tierschutz, bes. aus Rumänien nehmen. Jeder, der den Verhältnissen dort entfliehen kann, kann nur gewinnen!
    Herzliche Grüße an alle Gleichdenkenden und an die kleinen und großen Fellnasen!

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