Manchmal begegnet man einem Hund, bei dem man sich fragt, wie er es überhaupt so weit geschafft hat. Marika ist so ein Hund.
Im städtischen Tierheim von Reghin wurde sie von Aktiven von Tiere in Not Austria entdeckt, einem befreundeten Verein, der uns schon so oft unterstützt hat. Sie waren gerade für einen Tierschutzeinsatz in Rovinari vor Ort und reisten von dort weiter, um das städtische Tierheim in Reghin zu besuchen. Zwischen all den Hunden fiel ihnen dieses alte Mädchen auf. Marika ist 15 Jahre alt, körperlich gezeichnet von ihrem langen Leben und saß dort auf einem Betonboden, umgeben vom lauten Bellen der anderen Hunde. Viel mehr als das schien ihr nicht geblieben zu sein.
Die Tierschutz-Kollegen schickten uns Videos von Marika. Man konnte ihr ansehen, dass sie alt, krank und müde war. Sie brauchte Hilfe, und eigentlich mussten wir darüber nicht lange nachdenken. Natürlich haben wir ja gesagt.
Am 26.09.2026 kam Marika schließlich in Deutschland an und durfte auf ihre Pflegestelle ziehen. Sie hat sich richtig ausgeschlafen, das ist für einen alten Hund manchmal schon ein kleines Stück vom Glück.
Marika ist eine ganz besondere Mischung aus lieb, stur und erstaunlich lebensfroh. Sie ist nicht gut zu Fuß, wackelt und stolpert ein wenig durch die Gegend und ihre Augen und Ohren scheinen inzwischen ziemlich müde geworden zu sein. Dafür funktioniert ihre Nase umso besser. Wenn irgendwo etwas Essbares zu riechen ist, wird aus der alten Dame plötzlich ein erstaunlich zielstrebiger Hund und sie macht sich, so gut es eben geht, auf den Weg. Dass dabei gelegentlich ein anderer Hund im Weg liegt, bemerkt sie nicht immer rechtzeitig und dann bekommt sie schon einmal einen kleinen Rüffel. Aber für Futter oder ein weiches Bett nimmt Marika so etwas offenbar in Kauf.

Mit anderen Hunden und auch mit Katzen hat sie kein Problem. Sie ist sehr lieb, lässt alles mit sich machen und genießt Streicheleinheiten und ihre neuen weichen Schlafplätze. Gleichzeitig besitzt sie einen ziemlich ausgeprägten Sturkopf, den sie auch nicht vorhat aufzugeben.
Leider ist ihr gesundheitlicher Zustand alles andere als gut. Ihre Zähne sind desolat, teilweise abgebrochen und freiliegend, dazu haben große Fistelgänge gebildet. Trotzdem frisst Marika alles, was ihr in den Weg kommt. Manchmal gehört dazu auch ein Finger, wenn man ihn nicht schnell genug wegzieht.
Zusätzlich wurden bei Marika Mammatumore festgestellt. Am kommenden Dienstag müssen wir sie deshalb in Narkose legen. Zunächst soll Blut abgenommen und ihre Lunge geröntgt werden, denn bevor wir weitere Schritte planen können, müssen wir wissen, wie es dort aussieht. Wenn das Röntgenbild keine Katastrophe zeigt, werden wir ihre Zähne sanieren lassen. Vielleicht können einige Backenzähne stehen bleiben, vielleicht müssen wir aber auch mehr entfernen. Nach der Wundheilung werden wir uns überlegen, ob es sinnvoll ist auch die Tumore operativ zu entfernen.

Wir wissen nicht, wie viel Zeit Marika noch hat. Aber wir wissen, dass die Zeit, die ihr bleibt, nicht mehr auf einem Betonboden in einem lauten Tierheim stattfinden soll. Dafür brauchen wir eure Hilfe. Die Untersuchungen, die Narkose, das Röntgen, die Zahnsanierung und später die Behandlung der Mammatumore werden uns finanziell einiges abverlangen. Wir möchten Marika trotzdem nicht aufgeben.
Und wenn Marika weiterhin mit ihrem kleinen sturen Kopf durch die Gegend wackelt, auf der Suche nach etwas Essbarem und dem nächsten weichen Bett, dann soll sie das schmerzfrei und in Sicherheit tun.
Bitte helft uns, Marika zu helfen. Jeder Beitrag, ganz gleich in welcher Höhe, bringt sie ihrem geborgenem Lebensabend ein Stück näher.
Freundeskreis Bruno-Pet
IBAN: DE75 5935 1040 0007 1052 08
BIC: MERZDE55XXX
Verwendungszweck: Marika
Danke!
One thought on “Marikas Rettungsgeschichte”
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Rettung in letzter Sekunde für ein solch armes Geschöpf.
Hoffentlich kann sie genesen und noch ihr neues Leben eine Weile genießen.
Ein kleiner Zuschuss ist auf dem Weg.