
Hallo liebe Schwester Elvia, hallo lieber Bruder Ernie,
ich hatte Euch ja versprochen, dass ich mich melde, sobald ich weiß, wo sie mich hinbringen. Und jetzt kann ich Euch endlich schreiben!
Ganz schön lange saß ich in dieser dunklen Rumpelkiste. Ein bisschen mulmig war mir schon. Aber ich habe auch viel geschlafen, denn der Boden war schön weich. Dann ging die Tür auf, ich wurde herausgeholt und in eine andere Box gesetzt. Die war sogar noch gemütlicher. Und wisst Ihr was? Es roch überhaupt nicht nach Eurem Pipi!
Als ich schließlich wieder herausdurfte, wurde ich in ein Haus getragen. Ein echtes Haus! Überall gab es neue Gerüche, weiche Liegeplätze und Menschen, die ständig mit mir reden. Ich verstehe zwar nicht alles, aber sie scheinen mich ganz nett zu finden.
Und dann habe ich etwas Unglaubliches entdeckt: Hinter einer großen Glastür liegt ein Garten. Mit echtem Gras. Ganz viel Gras! Da kann ich rennen, schnüffeln und herumflitzen, so schnell meine kleinen Beine mich tragen. Das macht vielleicht Spaß!

Und gestern waren wir an einem riiiiiesigen Wassernapf. Ich bin direkt hineingefallen. Freiwillig natürlich. Also fast.
Rundherum war das Gras so hoch, dass man wunderbar hindurchhüpfen konnte. Danach war ich so müde, dass ich den Rest des Tages praktisch verschlafen habe.
Die große Frau hier sagt, Hunde in meinem Alter müssten die Welt entdecken. Wenn das stimmt, dann habe ich gestern wohl schon ganz schön viel Welt entdeckt.
Schade nur, dass Ihr nicht dabei wart. Zusammen wäre das bestimmt noch lustiger gewesen.
Die Frau hier sagt, ich hätte großes Glück gehabt. Da hat sie wohl recht. Deshalb drücke ich Euch beiden ganz fest die Pfoten, dass Ihr auch bald Euer Glück findet.

Und falls Ihr Euch fragt: Ja, das viele Gras, die weichen Körbchen und die spannenden Ausflüge sind wirklich so toll, wie sie klingen.
Passt nur auf die Glastüren auf. Die sieht man schlechter, als man denkt. Fragt lieber nicht, woher ich das weiß.
Eure Elina 🐾
Geschwister Elvia und Ernie