Schritt für Schritt Veränderung

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Besonders der Süden Rumäniens, zumindest die Teile, die wir kennengelernt haben, hat unglaublich viele Straßenhunde. Wirklich überall sieht man sie. Bei dieser Anzahl bleibt es nicht aus, dass Futter knapp ist und viele Hunde an Parasitenbefall mit all seinen Erscheinungsformen leiden, wie zum Beispiel Hautreizungen oder Verdauungsprobleme. Auch Zecken können gelegentlich gesundheitliche Herausforderungen mit sich bringen.

Das malt vermutlich ein falsches Bild. Die Straßenränder sind nicht gesäumt von kranken Hunden. Gelegentlich trifft man auf angefahrene Tiere, die ohne Hilfe keine Chance haben. Meist begegnet man jedoch Gruppen von Hunden, die sich auf ihre Weise durchschlagen, dünn, aber lebendig und angepasst an ein Leben zwischen Straßenrand, Industriegebieten und Müllplätzen.

Wenn man Tierschutz in Rumänien betreiben möchte, besonders bei einem solchen Straßenbild und einem so immens hohen Bedarf, verliert man sich schnell. Die Vielzahl der hilfsbedürftigen Geschöpfe erschlägt einen förmlich, und man findet sich rasch in einer Mühle aus Versorgung und Vermittlung wieder, die enorm viel Geld kostet.

Ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen, in denen wir uns fragten, welche Erfolgsaussichten Kastrationsaktionen in der Gegend von Rovinari tatsächlich haben würden. Wird es die Population wirklich beeinflussen? Werden wir es schaffen, uns an einen Kipppunkt heranzuarbeiten?

Heute wissen wir es noch nicht. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch wenn sich das Gesamtbild bislang nicht sichtbar verändert hat, haben wir bereits viel erreicht. Allein das Zusammenfinden mit Tierschützern vor Ort, die bei unseren ersten Aktionen mit ihren Tieren vor uns standen. Oder als Beispiel die Minen-Rudel, deren Anzahl wir durch Kastrationen stabil halten können statt sie der „natürlichen Auslese“ zu überlassen.

Jede einzelne Hündin, die sich nicht mehr triebgesteuert in Gefahr bringt und nicht durch die Aufzucht immer neuen Nachwuchses ausgezehrt wird. Und auch wenn es nicht greifbar ist: Jedes einzelne Wesen, das nicht in diese überlebensfeindliche Umgebung hineingeboren wird.

All diese Schicksale sind es wert, diesen Kraftakt auf sich zu nehmen und Kastrationen an vorderste Front zu stellen.

Weil viele Gemeinden in Rumänien finanziell kaum in der Lage sind, selbst grundlegenden Tierschutz zu leisten, sind es oft lokale Initiativen, engagierte Einzelpersonen und Tierärzt:innen, die dort ansetzen, wo öffentliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Genau an diesen Stellen setzen auch unsere Projekte an.

An mehreren Orten unterstützen wir lokale Initiativen und Tierärzt:innen. Durch unsere verschiedenen Projekte konnten wir im Jahr 2025 insgesamt 2.000 Kastrationen bei Hunden und Katzen ermöglichen.

Im Netzwerk Rovinari wurden bislang gut 620 Hunde kastriert. Durch Justice for Animals in Sfântu Gheorghe konnten rund 550 Hunde und Katzen kastriert werden; seit diesem Sommer werden dort auch Katzen mit einbezogen.

In Cârța wurden etwa 400 Hunde und Katzen kastriert, wobei der Schwerpunkt hier stärker auf Katzen liegt. In Vlahita waren es rund 130 Hunde und Katzen. Im Tierheim in Miercurea Ciuc konnten zudem knapp 300 Hunde kastriert werden.

In den folgenden Tagen werden wir ausführlicher von den einzelnen Projekten berichten. Den Auftakt macht das Netzwerk Rovinari, danach stellen wir Justice for Animals vor, bevor wir einen Blick auf die übrigen Projekte werfen.

Jede Kastration hilft, das Tierleid zu verringern, unkontrollierte Vermehrung zu stoppen und langfristig das Leben der Hunde auf den Straßen zu verbessern. Schon ein kleiner Beitrag kann Großes bewirken!

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