Wintervorbereitungen im Tierheim Miercurea Ciuc

Startseite / BrunoPet News / Wintervorbereitungen im Tierheim Miercurea Ciuc

Seit Ende 2007 sind wir als Tierschutzverein in Miercurea Ciuc zwischen dem vulkanischen Harghita-Gebirge und dem Ciuc-Gebirge aktiv. Wir unterstützen das Tierheim der Fundatia Pro Animalia und sorgen dafür, den Hunden vor Ort ein Leben zu ermöglichen, das frei von Angst, Kälte und unnötigen Strapazen ist.

Miercurea Ciuc war für seine extrem langen und bitterkalten Winter bekannt. Schneemassen blieben oft bis weit ins Frühjahr liegen. Wenn es taute, konnte das Schmelzwasser wegen einer dicken Schnee- und Eisschicht nicht abfließen, und der gefrorene Boden tat sein Übriges. Die Hunde standen knietief im Matsch, egal, wie der Untergrund zuvor beschaffen war.

Um diese Situation zu verbessern, begannen wir früh damit, die Zwinger großflächig mit Kies aufzuschütten. Dieser einfache, aber wirkungsvolle Schritt sorgte dafür, dass Wasser abfließen konnte und die Hunde nicht länger im Schlamm versanken. Auch Stege und Pfade aus Brettern halfen dabei, trockene Wege zu schaffen.

diese Bilder sind 12 Jahre alt

kleine Gräben für das Tauwasser

die erste Schicht Kies

Die früher üblichen Temperaturen von –20 °C waren keine Seltenheit, gelegentlich sank das Thermometer sogar auf –30 °C. Heute fallen solche Werte kaum noch an. Schnee gibt es wesentlich weniger, dafür bleibt der typische dichte Winternebel der Region bestehen.

Doch auch wenn die eisigen Extremtemperaturen nachgelassen haben, die Hunde brauchen weiterhin Schutz, Wärme und einen trockenen Untergrund. Der Kies ist nach wie vor nötig, nicht mehr in den Mengen vergangener Jahre, aber besonders zu Winterbeginn bleibt er unverzichtbar, um den Zwingerboden im Frühjahr drainiert zu halten.

Damit die Hunde gut durch die kalte Jahreszeit kommen, statten wir die wetterfesten Hütten mit frischem Stroh und warmen Decken aus. Da immer mehr Hunde empfindlich auf Stroh oder Gräser reagieren, richten wir einige Zwinger ausschließlich mit dicken Decken ein.

Durch den aufgeschütteten Kies bleiben die Hunde sauber, und Stroh und Decken bleiben trocken und können ihre wärmende Wirkung voll entfalten. In den letzten Wochen wurden alle notwendigen Vorbereitungen durchgeführt. Zwinger wurden aufgefüllt, isoliert und ausgestattet. Doch die Arbeit geht weiter, Stroh muss regelmäßig erneuert und Decken müssen ausgetauscht werden.

Sheila sucht noch ihr Zuhause

Auch wenn sich die Witterung in der Region verändert hat, bleibt der Winter für Mensch und Tier eine herausfordernde Zeit. Tägliche Versorgung, regelmäßige Reinigung, Pflege von kranken oder alten Hunden und die Instandhaltung des Geländes verlangen den Mitarbeitenden bei den tiefen Temperaturen viel ab. Doch jede trockene Pfote, jeder Hund, der warm und sicher in seiner Hütte liegt, macht diese Arbeit wertvoll.

Jones kam 2013 als Welpe ins Tierheim. Er ist einer unserer vielen Senioren.

Unfallopfer, die von Autos angefahren wurden, gehören leider zum Alltag und nehmen im Winter zu. Sie benötigen sofortige tierärztliche Versorgung, Operationen, Medikamente, intensive Pflege und oft auch einen warmen, ruhigen Platz zur Genesung.

Diese Tiere sind besonders gefährdet. Sie frieren schneller, können sich schlechter bewegen und sind oft traumatisiert. Für sie richten wir geschützte Bereiche ein, polstern Liegeflächen zusätzlich und sorgen dafür, dass sie zu jeder Zeit trocken, warm und sicher untergebracht sind.

Ihre Versorgung bedeutet hohe Kosten und viel Hingabe, aber jeder dieser Hunde verdient eine faire Chance auf Heilung und ein Leben ohne Schmerzen.

Fridolin aus MC, wurde im Straßengraben gefunden. Leider wurden wir nicht umgehend informiert, so saß der arme Kerl dort anscheinend über einen Tag. 

Neben den Unfallopfern beherbergt das Tierheim inzwischen auch eine hohe Anzahl an alten Hunden. Viele von ihnen haben jahrelang im Tierheim gelebt, manche kamen schon als Jungtiere. Für diese Senioren ist der Winter besonders belastend. Arthrosen schmerzen stärker, Immunsysteme sind schwächer und die Kälte setzt ihnen intensiver zu. Oft benötigen ältere Hunde auch mehr Futter, Medikamente und individuelle Betreuung.

Sapo ist mit 17 Jahren einer der ältesten Hunde im Tierheim

Ohne euch, unsere Spenderinnen und Spender, Patinnen und Paten, Unterstützer, Mithelfer, Follower und all jene, die unsere Beiträge teilen, könnten wir all diese Aufgaben nicht stemmen.

Ihr seid der Grund, weshalb wir seit all den Jahren in Miercurea Ciuc für die Hunde da sein konnten. Ihr steht hinter jeder Schale Futter, jedem warmen Strohbett, jeder medizinischen Behandlung und jedem geretteten Leben.

Unsere Arbeit umfasst weit mehr als die tägliche Versorgung im Tierheim von Miercurea Ciuc. Wir sind seit 4 Jahren in der Umgebung von Rovinari aktiv. Die Situation für Straßen- und Tierheimhunde ist dort herausfordernd, und schnell wurde klar, dort werden verlässliche Partner dringend gebraucht. In der Umgebung von Rovinari haben wir inzwischen ein Netzwerk aus engagierten Tierschützern aufgebaut.

Wir vermitteln Hunde in liebevolle Familien, organisieren regelmäßig Kastrationsaktionen, um langfristig Tierleid zu verhindern, versorgen medizinische Notfälle, leisten Aufklärungsarbeit und begleiten unzählige Hunde auf ihrem Weg in ein besseres Leben.

All das wäre ohne euch nicht denkbar.

Ihr schenkt nicht nur finanzielle Hilfe, ihr schenkt Vertrauen, Aufmerksamkeit und Hoffnung. Dafür danken wir euch von Herzen. Gemeinsam konnten wir so vielen Hunden Sicherheit, Wärme und Zukunft geben. Danke für eure Unterstützung, euer Mitfiebern, Teilen, Spenden und Begleiten, wir wünschen euch eine schöne, stressfreie Feiertagszeit. 🙂

3 thoughts on “Wintervorbereitungen im Tierheim Miercurea Ciuc

  1. Respekt vor eurer Arbeit. Ich unterstütze sie gern, habe selbst einen Hund von euch adoptiert. Spende ist unterwegs. Alles Gute für Euch und Eure Schützlinge.

  2. Danke für alles was ihr tut! Ich hoffe, euch bald mal vor Ort unterstützen zu können! Eine Spende ist vor einigen Tagen rausgegangen. Liebe Grüße, Louisa

  3. Seit 2007 !! Ohne Euch Tierschützer, die nicht weggeguckt, sondern gehandelt haben, versuchen die dramatischen Situationen zu lindern, gehört meinen allergrößten Dank.

    Die tragenden Säulen im Tierschutz: Man sieht hre Gesichter, der glückliche Ausdruck, du fühlst ihre Liebe, du siehst die Freude in ihren Augen, du erinnerst dich an ihre Geschichte als sie dich noch nicht hatten
    Wie sehr du sie liebst,wie sehr sie dich zurück lieben.
    Diese Momente schenken all die Stärke, die man braucht, um weiter zu machen.
    Tierschutz ist Schmerz
    Tierschutz ist Freude
    Tierschutz ist all die Mühe wert

    Damit der Kreislauf sich schließt, tragen Menschen, die sich angesprochen fühlen, gerne zur Untertützung ,in welcher Form auch immer bei.

    In diesem Sinn wünsche ich allen den entsprechenden kleinen, neugierigen Schutzengel, der auch wieder pausenlos auf uns alle aufpasst.
    Zuversichtliche Gedanken und immer Perspektiven wünscht
    Ursula Musius

Comments are closed.