
Die letzten Aufgaben vor der Abreise
Die letzten Tage des Einsatzes waren noch einmal gut gefüllt. Es standen einige Tierarzttermine an: Mehrere Hunde wurden zur Kastration gebracht, bei Jona mussten Augenwürmer entfernt werden, Patrick ließ einen abgebrochenen Zahn ziehen und Rufus bekam einen Bluttest sowie eine Behandlung gegen Parasiten.
Immer wieder sind Johanna und Rosi beeindruckt, wie selbstverständlich viele der Hunde diese Termine meistern. Obwohl die meisten als Straßenhunde nur wenig Kontakt zum Menschen hatten und vieles für sie neu ist, laufen sie mit Geschirr und Leine ganz entspannt in die Tierarztpraxis und lassen die Untersuchungen geduldig über sich ergehen.

Ein weiterer Hund, der gesondert Aufmerksamkeit bekam ist Mia. Wir kennen sie bereits seit 4 Jahren als Bewohner des Tierheims in Rovinari.
Mia zeigt sich im Zwinger neugierig und beobachtet uns Menschen aufmerksam und nimmt gerne Leckerlies.
Im direkten Kontakt ist Mia noch zurückhaltend und unsicher. Betritt man ihren Zwinger, weicht sie zunächst aus, lässt sich mit etwas Geduld stellen. Leine und Geschirr sind ihr noch nicht ganz geheuer und man merkt ihr das auch an. Mit ein wenig Geduld konnte Mia bereits eine kurze Runde im Hof des Tierheims laufen. Mia ist eine sehr unsicheren Hunde aus Rovinari, deren einziger Weg wohl eine Pflegestelle wäre.

Zum Abschluss wurden noch einmal die vertrauten Plätze der verschiedenen Hundegruppen aufgesucht. Außerdem wurde bereits über eine mögliche Kastrationsaktion im Herbst gesprochen. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt zunächst auf kleineren Kastrationsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit lokalen Tierärzten.
Die Notwendigkeit solcher Kastrationsmaßnahmen wurde in den letzten Tagen des Einsatzes noch einmal eindrücklich untermauert: Mehrere Welpengruppen sowie einzelne Welpen wurden neu ins Tierheim gebracht. Gerade für die Jüngsten sind die Bedingungen dort schwierig, da Infektionskrankheiten wie Parvovirose ein hohes Risiko darstellen und ihre Überlebenschancen entsprechend gering sind.


Johanna zog am Ende ihres Aufenthalts ein positives Fazit: Sie konnte alle Ziele erreichen, die sie sich für diesen Besuch gesetzt hatte. Das ist keineswegs selbstverständlich. Immer wieder sorgen Notfälle oder unvorhergesehene Ereignisse dafür, dass geplante Vorhaben verschoben oder ganz aufgegeben werden müssen. Umso schöner ist es, wenn am Ende alles gelingt.
Ganz ohne einen kleinen Wermutstropfen endete der Aufenthalt dann aber doch nicht: Kurz vor der Abreise wurde noch ein alter Rüde ins Tierheim gebracht. Für ein Kennenlernen blieb leider keine Zeit mehr. Gerade weil Johanna gerne jeden neu aufgenommenen Hund zumindest einmal einschätzt, beschäftigt sie dieser verpasste Moment noch immer.
Inzwischen sind Rosi und Johanna abgereist, mit vielen Eindrücken, bewegenden Begegnungen und wertvollen Erfahrungen im Gepäck.
und zum Abschluss noch mal Mia

