Update vom 16.11.2015: Weitere Hunde aus der Hundehölle von Slatina befrei

Die Kapazitäten in unserem Tierheim in Miercurea Ciuc sind durch die Aufnahme der letzten Hunde aus Slatina aktuell erschöpft. Doch mit Hilfe von Gratiela konnten wir die Hunde in eine Pension in der Nähe von Bukarest bringen lassen. Dort lassen wir sie nun aufpäppeln, medizinisch versorgen, impfen, kastrieren.
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Rumänien: Gesetz zur Tötung der Hunde wurde beschlossen

Große Erschütterung ruft die Nachricht hervor - das Gesetz, wonach herrenlose Hunde nach einer Frist von 14 Tagen in rumänischen "Tierheimen" getötet werden dürfen, wurde vom Verfassungsgericht als zulässig eingestuft. Was bedeutet das? Jede Kommune in Rumänien hat nun die Möglichkeit, die eingefangenen Straßenhunde bereits nach 14 Tagen zu töten, wenn sich kein Besitzer für sie meldet. Wir befinden uns derzeit im Gespräch mit unseren Anwälten, welche politischen Schritte nun noch eine Aussicht auf ein Kippen des Gesetzes ermöglichen könnten. Sind die Hunde in dem vom Freundeskreis Bruno Pet e.V. betreuten Tierheim sicher? Bisher mischt sich die Stadt Miercurea Ciuc nach wie vor nur insofern in die Tierheimgeschäfte ein, indem sie ganz klar festgelegt hat, dass abgegebene oder eingefangene Hunde im Tierheim nicht abgewiesen werden dürfen. Dabei wird keinerlei Rücksicht darauf genommen, dass die Kapazitäten des Tierheims auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits dramatisch überschritten worden sind. Tötungen der im Tierheim befindlichen Hunde wurden bisher nicht angeordnet. Was diesbezüglich die Zukunft mit sich bringt, darüber lässt sich leider Prognose erstellen. Fakt ist jedoch, dass alleine die Überfüllung zahlreiche Hunde das Leben kosten wird, da die Bedingungen sowohl in Bezug auf die Unterbringung wie auch die medizinische Versorgung immer schwieriger werden. Da es in der derzeitigen Situation keinesfalls zu verantworten wäre, kastrierte Hunde wieder auf die Straße zu schicken, bleibt uns leider nur die Möglichkeit der noch weiter verstärkten Vermittlung ins Ausland, um die Lage wenigstens ein klein wenig zu entschärfen. Dennoch halten wir fest entschlossen an unseren Kastrationsprogrammen fest. Auch Anfang Oktober wird wieder eine Kastrationsaktion in Kooperation mit dem Tierärztepool stattfinden. Das Kastrieren der Hunde in Privatbesitz erscheint wichtiger denn je. Jeder Welpe, der nicht in einem Hinterhof zur Welt kommt und evtl. später auf der Straße landet ist ein Leben weniger, welches den grausamen Machenschaften der Hundefänger ausgeliefert sein wird.
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Der Tod eines kleinen Jungen nach einem Beißvorfall und die Geschehnisse in Rumänien

Anfang September kam in Bukarest ein vierjähriger Junge nach einem Beißvorfall ums Leben. Er wurde laut den Meldungen auf einem privaten Gelände von einem Straßenhunderudel angegriffen, nachdem er sich der Aufsicht seiner Großmutter entzogen hatte. Kurze Zeit später überschlugen sich auf Plattformen wie facebook die Meldungen. Es erschienen unterschiedlichste Darstellungen über diesen tragischen Unfall. Ebenso wurde davon berichtet, dass nun eine große Verfolgung und Tötung der Straßenhunde gestartet worden wäre. In vielen Lagern würden die Hunde zu hunderten getötet. Wir bedauern den Unfall, bei dem ein junges Menschenleben ein so tragisches Ende fand, zutiefst. Wir von Brunopet haben in einem gewissen Rahmen Verständnis dafür, wenn freilebende Straßenhunde in der rumänischen Bevölkerung nicht auf Gegenliebe stoßen. Versuchen wir uns für einen Moment in die Situation zu versetzen, wenn in unserer Stadt, größere Rudel Hunde frei herum laufen würden... Auch wenn von den Tieren keine allgemeine Gefahr ausgeht. Es gibt diese seltenen Vorkommnisse, unglückliche Umstände, Unfälle. Wir müssen uns, bevor wir über andere urteilen also die Frage stellen: Wie würden wir uns verhalten? Es steht außer Frage, dass wir es aus tiefster Überzeugung ablehnen, wenn Straßenhunde grundlos getötet, ja gar misshandelt werden. Wir können jedoch als Verein nur von dem ausgehen, was wir sicher wissen. Und so können wir zu diesem Zeitpunkt aus eigenem Wissen nicht bestätigen, dass im ganzen Land nun tatsächlich eine Hetzjagd auf die Hunde stattfindet. Viele von unsere Unterstützern haben danach gefragt, ob unsere Hunde in Sicherheit sind. Wir können zu diesem Zeitpunkt sagen: Ja, das sind sie. Es gab in den vergangenen Jahren niemals die Angst, dass die Hunde im Tierheim von MC durch eine Tötungsaktion beseitigt werden sollen. Meli teilte uns mit, dass 3 Vertreter der Gemeinde nach dem Vorfall im Tierheim waren um zu verkünden, dass alle Hunde, die gebracht würden, aufgenommen werden müssten, egal ob es Kapazitäten Tierheim gibt oder nicht. Die Hundefänger würden nun alle Hunde einfangen. Da sie dies jedoch eh schon seit Monaten tun, ergibt sich hier kaum ein Unterschied. Ein großes Problem ist natürlich die sich daraus ergebende Überbelegung. Deshalb sind wir für jeden passenden Pflegeplatz sehr dankbar. Inwieweit sich die Ängste bezüglich der Tötungen bestätigen werden, bleibt abzuwarten. Wir hoffen, dass die Ängste größer sind, als die Realität. Wir sitzen ebenso wie viele Mitkämpfer in Deutschland hier mit bangen Gedanken und gewissermaßen gebundenen Händen. Denn wir können ja nicht persönlich die Hunde schützen, die im ganzen Land verteilt leben. Auf facebook erscheinen derzeit viele unterschiedliche Texte und vor allem Bilder. Viele dieser Bilder sind schon alt. Es macht sie nicht weniger schrecklich. Aber wir möchten auf folgendes hinweisen: Wir sind der Meinung, dass es bei all diesen Meldungen, die Situation nicht erleichtert wenn auf Seiten der Hundefreunde gegen die vermeintlichen Hundefeinde Stimmung gemacht wird. Wir dürfen nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass ein ganzes Land kein Herz für seine Straßenhunde hat. Bilder sollten nicht aus dem Zusammenhang genommen werden, denn der Zweck heiligt auch hier nicht die Mittel. Was das konkrete Vorgehen auf politischer Seite betrifft: Wir stehen mit dem BMT im ständigen Dialog. Wir versuchen was die politischen Belange betrifft, mit größeren Organisationen zusammenzuarbeiten, uns von dort Informationen zu holen und uns bei Bedarf beraten zu lassen. Dies betrifft auch Petitionen und dergleichen. Wir bitten alle sich den auf der BMT Seite aufgelisteten Petitionen anzuschließen und sie zu unterzeichnen: www.bmt-auslandstierschutz.de
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Petition

Unter dem Motto "EUROPA MUSS DIE POLITISCHE VERANTWORTUNG FÜR MILLIONEN STRAßENTIERE ÜBERNEHMEN" hat der Verein Ärzte für Tiere e.V. eine Petition für Tierrechte gestartet. Wir bitte Euch teilzunehmen und den Link rege zu verteilen. Danke! Zur Petition http://www.eu-protest1.aerztefuertiere.de/
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Gesetzesentwurf über den Umgang mit Straßenhunden in Rumänien

Uns erreichte folgende Nachricht von unserer rumänischen Kollegin, Carmen Arsene: [Weitere Informationen sind auch zu finden beim BMT: Quelle: http://www.bmt-auslandstierschutz.de/ unter "Die streunenden Hunde in Rumänien" von Codrut Feher] Der Gesetzesentwurf PL 912 über den Umgang mit Straßenhunden wurde gestern in der Vollversammlung der Abgeordnetenkammer nicht diskutiert, da er zu weit unten auf der Traktandenliste stand und die Zeit, die für die Gesetzesdebatten vorgesehen war, nicht mehr ausreichte. Theoretisch wird also der Beschluss über den Umgang mit Straßenhunden am Montag oder Dienstag (18. oder 19. April) gefasst werden. Uns erreichte folgende Nachricht von unserer rumänischen Kollegin, Carmen Arsene: Die Massenkastration hat sich für die Reduzierung der Anzahl Straßenhunde, bis hin zu deren vollständigem Verschwinden, als einzige Lösung bewährt. Dagegen hatte die Massentötung, die in Rumänien seit 10 Jahren stattfindet, keinen Erfolg. Vielmehr haben jene, die direkt oder indirekt von der Bewältigung des Straßenhundeproblems profitieren, damit riesige Profite eingefahren. Die Streuner vermehren sich, was den Staat nichts kostet, und so konnte sich eine Art Mafia aufbauen. Das Töten, Verhungern lassen und Quälen in den Tötungsstationen der Gemeinden wurden zu einem dicken Geschäft, mit dem Dutzende von Millionen Euro gemacht werden können. Deshalb haben sich jene, die von der Existenz der Straßenhunde profitieren, in großem Maße mobilisiert, und das vom Senat verabschiedete Gesetz, wonach die Hunde kastriert und wieder freigelassen werden sollen, wurde abgeändert und verlangt nun "Fangen und Töten".
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Schießübungen auf Streunerhunde in Miercurea Ciuc

In direkter Nachbarschaft zu unserem Tierheim in Miercurea Ciuc befindet sich eine Müllkippe. In und um diese Müllkippe herum leben zwei feste Hundegruppen, die sich von den zahlreichen Abfällen ernähren. Die Menschen, die am Rande der Mülldeponie leben, dulden diese Hunde, da sie fremde Besucher zuverlässig ankündigen und ihre Behausungen von Ratten befreien. In jüngster Zeit waren aus der Umgebung der Deponie öfter Schüsse zu hören. Wenn vom Tierheimteam jemand nachschaute, um der Sache auf den Grund zu gehen, war nie etwas zu sehen. Vor einigen Tagen knallte es wieder mehrmals und Gabi, eine ehrenamtliche Helferin des Tierheims, rannte nach draußen. Ein moderner neuer Geländewagen war an der Straße geparkt und am Rande der Müllkippe standen zwei junge Männer in Jagdkleidung. Sie führten Gewehre mit sich und zielten auf die Hunde, die in der gut einsehbaren Grube kaum eine Chance hatten, zu fliehen oder sich zu verstecken. Einige Hunde waren den Kugeln bereits zum Opfer gefallen, als Gabi schreiend versuchte, die Männer von ihrem Tun abzuhalten. Ein Hund brach unmittelbar vor Gabis Augen sterbend zusammen. Sie hob den toten Körper auf und schleppte ihn ins Tierheim, während die Männer davonfuhren. Das Tierheimteam informierte die Polizei und mit Hilfe des notierten Kennzeichens konnten die Männer schnell ausfindig gemacht werden. Die Nachfrage bei der städtischen Polizeibehörde erbrachte eine mehr als zweifelhafte Antwort. Angeblich hätten die beiden Herren über eine Genehmigung zum Abschuss der Hunde verfügt. In Rumänien existiert ein Gesetz, welches das Töten gesunder Hunde untersagt. Außerdem fand der Einsatz scharfer Schusswaffen in unmittelbarer Nähe menschlicher Behausungen statt. Es kann nicht sein, dass die Polizei ernsthaft mit einem Schulterzucken behauptet, das Abschießen von Hunden mitten in einem bewohnten Gebiet, sei durch eine Genehmigung zu legitimieren. Wir werden dieser Sache daher weiter nachgehen.
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