Die Geschichte von Ruan

Bevor das Jahr zuende geht möchte ich mich noch verabschieden. Ich möchte mich von Ruan verabschieden, er starb an Weihnachten. Ruan war schon hier im Tierheim, als wir das erste Mal im Herbst 2007 aufschlugen... was für eine lange Zeit. Unnötig zu sagen, dass er somit wirklich harte Zeiten im Leben kennengelernt hatte. Ruan hat alles mitgemacht, schien das Leben zu nehmen wie es kam. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der er in Bedrängnis geriet, er hat sich mit allen verstanden und sich immer arrangiert. An uns Menschen war er zwar interessiert, aber das nahe, enge Zusammensein war ihm doch ungeheuer, er brauchte immer die Möglichkeit ausweichen zu können.
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Der Bestand an Hunden wächst dramatisch an

Der Hundebestand im Tierheim befindet sich auf dramatischem Hochstand. Während die Anzahl im Frühjahr bei unter 280 Hunden lag, ist sie nun auf über 400 Individuen angestiegen. Erschwerend kommt nun die Tatsache der neuen Gesetzesänderung hinzu. Die bisherigen Aussagen seitens der Gemeinde zu diesem Gesetz lassen uns optimistisch bleiben, denn sie wollen von Tötungsaktionen Abstand nehmen. Jedoch haben wir die Anordnung erhalten, alle Tiere aufzunehmen, die von den Hundefängern gebracht werden. Um die Situation mit den Straßenhunden und den Bewohnern der Gemeinden entspannt zu halten, fangen sie so viele Hunde ein, wie sie kriegen können. Für Anspannung sorgt dies jedoch im Tierheim. Wohin mit all den heimatlosen Wesen?
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Rumänien: Gesetz zur Tötung der Hunde wurde beschlossen

Große Erschütterung ruft die Nachricht hervor - das Gesetz, wonach herrenlose Hunde nach einer Frist von 14 Tagen in rumänischen "Tierheimen" getötet werden dürfen, wurde vom Verfassungsgericht als zulässig eingestuft. Was bedeutet das? Jede Kommune in Rumänien hat nun die Möglichkeit, die eingefangenen Straßenhunde bereits nach 14 Tagen zu töten, wenn sich kein Besitzer für sie meldet. Wir befinden uns derzeit im Gespräch mit unseren Anwälten, welche politischen Schritte nun noch eine Aussicht auf ein Kippen des Gesetzes ermöglichen könnten. Sind die Hunde in dem vom Freundeskreis Bruno Pet e.V. betreuten Tierheim sicher? Bisher mischt sich die Stadt Miercurea Ciuc nach wie vor nur insofern in die Tierheimgeschäfte ein, indem sie ganz klar festgelegt hat, dass abgegebene oder eingefangene Hunde im Tierheim nicht abgewiesen werden dürfen. Dabei wird keinerlei Rücksicht darauf genommen, dass die Kapazitäten des Tierheims auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits dramatisch überschritten worden sind. Tötungen der im Tierheim befindlichen Hunde wurden bisher nicht angeordnet. Was diesbezüglich die Zukunft mit sich bringt, darüber lässt sich leider Prognose erstellen. Fakt ist jedoch, dass alleine die Überfüllung zahlreiche Hunde das Leben kosten wird, da die Bedingungen sowohl in Bezug auf die Unterbringung wie auch die medizinische Versorgung immer schwieriger werden. Da es in der derzeitigen Situation keinesfalls zu verantworten wäre, kastrierte Hunde wieder auf die Straße zu schicken, bleibt uns leider nur die Möglichkeit der noch weiter verstärkten Vermittlung ins Ausland, um die Lage wenigstens ein klein wenig zu entschärfen. Dennoch halten wir fest entschlossen an unseren Kastrationsprogrammen fest. Auch Anfang Oktober wird wieder eine Kastrationsaktion in Kooperation mit dem Tierärztepool stattfinden. Das Kastrieren der Hunde in Privatbesitz erscheint wichtiger denn je. Jeder Welpe, der nicht in einem Hinterhof zur Welt kommt und evtl. später auf der Straße landet ist ein Leben weniger, welches den grausamen Machenschaften der Hundefänger ausgeliefert sein wird.
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Der Tod eines kleinen Jungen nach einem Beißvorfall und die Geschehnisse in Rumänien

Anfang September kam in Bukarest ein vierjähriger Junge nach einem Beißvorfall ums Leben. Er wurde laut den Meldungen auf einem privaten Gelände von einem Straßenhunderudel angegriffen, nachdem er sich der Aufsicht seiner Großmutter entzogen hatte. Kurze Zeit später überschlugen sich auf Plattformen wie facebook die Meldungen. Es erschienen unterschiedlichste Darstellungen über diesen tragischen Unfall. Ebenso wurde davon berichtet, dass nun eine große Verfolgung und Tötung der Straßenhunde gestartet worden wäre. In vielen Lagern würden die Hunde zu hunderten getötet. Wir bedauern den Unfall, bei dem ein junges Menschenleben ein so tragisches Ende fand, zutiefst. Wir von Brunopet haben in einem gewissen Rahmen Verständnis dafür, wenn freilebende Straßenhunde in der rumänischen Bevölkerung nicht auf Gegenliebe stoßen. Versuchen wir uns für einen Moment in die Situation zu versetzen, wenn in unserer Stadt, größere Rudel Hunde frei herum laufen würden... Auch wenn von den Tieren keine allgemeine Gefahr ausgeht. Es gibt diese seltenen Vorkommnisse, unglückliche Umstände, Unfälle. Wir müssen uns, bevor wir über andere urteilen also die Frage stellen: Wie würden wir uns verhalten? Es steht außer Frage, dass wir es aus tiefster Überzeugung ablehnen, wenn Straßenhunde grundlos getötet, ja gar misshandelt werden. Wir können jedoch als Verein nur von dem ausgehen, was wir sicher wissen. Und so können wir zu diesem Zeitpunkt aus eigenem Wissen nicht bestätigen, dass im ganzen Land nun tatsächlich eine Hetzjagd auf die Hunde stattfindet. Viele von unsere Unterstützern haben danach gefragt, ob unsere Hunde in Sicherheit sind. Wir können zu diesem Zeitpunkt sagen: Ja, das sind sie. Es gab in den vergangenen Jahren niemals die Angst, dass die Hunde im Tierheim von MC durch eine Tötungsaktion beseitigt werden sollen. Meli teilte uns mit, dass 3 Vertreter der Gemeinde nach dem Vorfall im Tierheim waren um zu verkünden, dass alle Hunde, die gebracht würden, aufgenommen werden müssten, egal ob es Kapazitäten Tierheim gibt oder nicht. Die Hundefänger würden nun alle Hunde einfangen. Da sie dies jedoch eh schon seit Monaten tun, ergibt sich hier kaum ein Unterschied. Ein großes Problem ist natürlich die sich daraus ergebende Überbelegung. Deshalb sind wir für jeden passenden Pflegeplatz sehr dankbar. Inwieweit sich die Ängste bezüglich der Tötungen bestätigen werden, bleibt abzuwarten. Wir hoffen, dass die Ängste größer sind, als die Realität. Wir sitzen ebenso wie viele Mitkämpfer in Deutschland hier mit bangen Gedanken und gewissermaßen gebundenen Händen. Denn wir können ja nicht persönlich die Hunde schützen, die im ganzen Land verteilt leben. Auf facebook erscheinen derzeit viele unterschiedliche Texte und vor allem Bilder. Viele dieser Bilder sind schon alt. Es macht sie nicht weniger schrecklich. Aber wir möchten auf folgendes hinweisen: Wir sind der Meinung, dass es bei all diesen Meldungen, die Situation nicht erleichtert wenn auf Seiten der Hundefreunde gegen die vermeintlichen Hundefeinde Stimmung gemacht wird. Wir dürfen nicht alle Menschen über einen Kamm scheren. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass ein ganzes Land kein Herz für seine Straßenhunde hat. Bilder sollten nicht aus dem Zusammenhang genommen werden, denn der Zweck heiligt auch hier nicht die Mittel. Was das konkrete Vorgehen auf politischer Seite betrifft: Wir stehen mit dem BMT im ständigen Dialog. Wir versuchen was die politischen Belange betrifft, mit größeren Organisationen zusammenzuarbeiten, uns von dort Informationen zu holen und uns bei Bedarf beraten zu lassen. Dies betrifft auch Petitionen und dergleichen. Wir bitten alle sich den auf der BMT Seite aufgelisteten Petitionen anzuschließen und sie zu unterzeichnen: www.bmt-auslandstierschutz.de
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Bibo… hat es leider nicht geschafft

Am 25.05.2013 haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass Bibo in Langenfeld von einem Zug erfasst wurde und tödlich verunglückte. Vielen Dank allen, die uns bei der Suche nach Bibo unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt aber Martina, die unermüdlich nach ihm gesucht hat. Lieber Bibo, unsere Gedanken sind bei dir.
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Schießübungen auf Streunerhunde in Miercurea Ciuc

In direkter Nachbarschaft zu unserem Tierheim in Miercurea Ciuc befindet sich eine Müllkippe. In und um diese Müllkippe herum leben zwei feste Hundegruppen, die sich von den zahlreichen Abfällen ernähren. Die Menschen, die am Rande der Mülldeponie leben, dulden diese Hunde, da sie fremde Besucher zuverlässig ankündigen und ihre Behausungen von Ratten befreien. In jüngster Zeit waren aus der Umgebung der Deponie öfter Schüsse zu hören. Wenn vom Tierheimteam jemand nachschaute, um der Sache auf den Grund zu gehen, war nie etwas zu sehen. Vor einigen Tagen knallte es wieder mehrmals und Gabi, eine ehrenamtliche Helferin des Tierheims, rannte nach draußen. Ein moderner neuer Geländewagen war an der Straße geparkt und am Rande der Müllkippe standen zwei junge Männer in Jagdkleidung. Sie führten Gewehre mit sich und zielten auf die Hunde, die in der gut einsehbaren Grube kaum eine Chance hatten, zu fliehen oder sich zu verstecken. Einige Hunde waren den Kugeln bereits zum Opfer gefallen, als Gabi schreiend versuchte, die Männer von ihrem Tun abzuhalten. Ein Hund brach unmittelbar vor Gabis Augen sterbend zusammen. Sie hob den toten Körper auf und schleppte ihn ins Tierheim, während die Männer davonfuhren. Das Tierheimteam informierte die Polizei und mit Hilfe des notierten Kennzeichens konnten die Männer schnell ausfindig gemacht werden. Die Nachfrage bei der städtischen Polizeibehörde erbrachte eine mehr als zweifelhafte Antwort. Angeblich hätten die beiden Herren über eine Genehmigung zum Abschuss der Hunde verfügt. In Rumänien existiert ein Gesetz, welches das Töten gesunder Hunde untersagt. Außerdem fand der Einsatz scharfer Schusswaffen in unmittelbarer Nähe menschlicher Behausungen statt. Es kann nicht sein, dass die Polizei ernsthaft mit einem Schulterzucken behauptet, das Abschießen von Hunden mitten in einem bewohnten Gebiet, sei durch eine Genehmigung zu legitimieren. Wir werden dieser Sache daher weiter nachgehen.
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Grausamer Hundemord in Brasov

„Es sind doch unsere Hunde, auch wenn es Straßenhunde sind. Sie haben niemandem etwas getan!“ Betroffen hören wir, was die erste Vorsitzende des Vereins FÜLES aus Gheorgheni uns berichtet. Immer wieder stocken ihre Worte, weil sie die Tränen hinunter schlucken muss, die ihr in die Augen schießen. Seit Jahren kümmern sich die Damen von FÜLES um die Straßenhunde in dem Ort Gheorgheni, nicht weit von Miercurea Ciuc entfernt. Ebenso lange dauert ihr Kampf um ein eigenes Tierheim. Unermüdlich versuchen sie den Bürgermeister des Ortes davon zu überzeugen, dass ein Tierheim und systematische Kastrationen der einzig vernünftige Ansatz zur Lösung des Straßenhundeproblems ist. Bisher sind sie immer auf taube Ohren gestoßen, sie wurden vertröstet, hingehalten, man legte ihnen immer wieder Steine in den Weg. Der Bürgermeister hatte seine eigene Vorstellung davon, wie mit dem Problem „Straßenhunde“ umzugehen sei und so sollte der 1. April 2009 ein furchtbarer Tag für 91 Hunde werden, die in Gheorghenis Straßen lebten. Vier Wagen der SPGA, einem Ordnungsdienst der Stadt Brasov, eigens zur Bekämpfung der Straßenhundeproblematik ins Leben gerufen, fuhren in Gheorgheni vor. Uniformierte Männer, ausgestattet mit Narkosegewehren, stiegen aus und begannen eine schreckliche Jagd. Sie schossen auf die Hunde, mitten in belebten Straßen, ungeachtet der Tatsache, dass zahlreiche Passanten, darunter auch Kinder, ihre Wege kreuzten. In ihrer Todesangst kämpften die getroffenen Tiere bis zum Ende ihrer Kräfte gegen das Narkosemittel an, versuchten zu fliehen, sich zu verkriechen. Doch es gab kein Entkommen. Stundenlang zogen die Männer durch die Straßen, auf der Suche nach ihren Opfern. Erst als die Tiere bis zur Decke der vier Kastenwägen gestapelt waren, traten sie ihre Fahrt Richtung Brasov an. Als die ersten Hunde wach wurden, lagen zahlreiche betäubte Körper auf ihnen. Enge, fehlender Sauerstoff, dazu grenzenlose Panik. Viele der Hunde überlebten den zweistündigen Transport nicht. Die anderen brachte man in die Tötungsstation von Brasov. Hunde, die in diesem Tierheim untergebracht sind, werden getötet, wenn sich nach dem Ablauf einer Frist von 14 Tagen niemand gemeldet hat, der sie übernimmt und für sie verantwortlich zeichnet. Jeden Freitag sind es 150 Hunde, die dort ihren Weg in den Tod finden. Die SPGA hat inzwischen mit 15 Gemeinden Verträge geschlossen, die sich das Töten der Hunde in Brasov zunutze machen. Sie zahlen eine bestimmte Summe und die SPGA fährt vor, fängt die Hunde und „entsorgt“ sie. Eine dieser Gemeinden ist nun auch Gheorgheni. Die Frauen zeigen uns die Bilder, die während der Jagd auf die Hunde entstanden sind. Sie kommen gerade aus Brasov zurück und haben dort ihre Hunde identifiziert. Nicht alle haben sie finden können… Weil sie sich als verantwortliche Personen gemeldet haben, sind die Hunde nun erst einmal vor der Todesspritze sicher. Allerdings muss nun ein Unterbringungsplatz gefunden werden, denn es ist den Frauen nicht erlaubt, die Hunde wieder in Gheorghenis Straßen zu entlassen. Der Tierschutzverein Milioane de Pritieni aus Brasov unter der Leitung von Christina Lapis, kämpft seit langer Zeit gegen die Tötungsstation in Brasov und leistet vor Ort wertvolle Tierschutzarbeit. Unterstützt werden sie durch den Bund gegen den Missbrauch der Tiere (BMT). Als ich mit Petra Zipp, der zweiten Vorsitzenden des BMT und dort verantwortlich für den Bereich Auslandstierschutz, telefoniere, wird schnell klar, dass wir die selben Ziele verfolgen. Zusammenarbeit ist nun wichtiger denn je. Wir sind guter Hoffnung, durch gemeinsam ausgeübten politischen Druck endlich etwas gegen den Betrieb der Tötungsstation unternehmen zu können. Auch den Hunden aus Gheorgheni möchten wir gemeinsam helfen. Die Hälfte der Hunde wird das Tierheim der Milioane de Pritieni aufnehmen, die andere Hälfte wird in unserem Tierheim der Associata pro Animalia in Miercurea Ciuc eine Unterkunft finden. Diese Hunde müssen behandelt, geimpft, kastriert werden.
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Brief an den Bürgermeister von Gheorgheni

Sehr geehrter Herr Mezei Janos, mit Entsetzen haben wir erfahren, was am Tage des 1. April 2009 den Straßenhunden von Gheorgheni widerfahren ist. Seit Jahren bemühen wir uns in Zusammenarbeit mit anderen deutschen und rumänischen Tierschutzorganisationen um eine humane Lösung des Straßenhundeproblems und arbeiten mit vielen Behörden ihres Landes erfolgreich zusammen. Umso heftiger erschütterten uns die Bilder und Informationen, die wir durch die Vorsitzenden der Tierschutzorganisation FÜLES, welche eine Tochterorganisation unseres Partnervereins Associata pro Animalia in Miercurea Ciuc ist, erhielten. Seit Jahren kämpfen die Damen des Vereins FÜLES um eine vernünftige und gesetzteskonforme Lösung für die Straßenhunde in Gheorgheni, doch bisher wurde ihnen jegliche Unterstützung verweigert. Gegen das Töten der Hunde aus Gheorgheni haben wir gemeinsam mit dem Bund gegen den Missbrauch der Tiere (BMT), beim rumänischen Botschafter in Berlin protestiert. Für einen Mitgliedsstaat der EU sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, auch im Umgang mit herrenlosen Tieren moralische und ethische Normen zu beachten. Die Verhinderung von Nachwuchs durch Kastrationen stellt den einzig humanen Ansatz zur Lösung des Straßenhundeproblems dar. Viele Politiker ihres Landes haben dies bereits verstanden und arbeiten erfolgreich zusammen mit Tierschutzorganisationen aus dem In- und Ausland an der Umsetzung flächendeckender Impf- und Kastrationsprojekte. Im Juni dieses Jahres werden wir ein Kastrationsprojekt in Miercurea Ciuc durchführen. Wir bieten Ihnen an, auch die Hunde aus Gheorgheni in unseren Räumlichkeiten durch unsere Tierärzte kastrieren zu lassen, wenn Sie uns zusichern, das Töten von Straßenhunden sofort einzustellen. Wir bitten Sie höflichst, dieses Angebot anzunehmen, um dazu beizutragen, dass sich das Bild Rumäniens im Umgang mit seinen Straßentieren in der Öffentlichkeit wieder zum Positiven wendet und erwarten Ihre Antwort. Hochachtungsvoll Constanze Haag - 1. Vorsitzende des Freundeskreis Bruno-Pet e.V.
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