Ines braucht Daumendrücker

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Mitte Januar 2026 wurde Ines in einer benachbarten Stadt angefahren. Schwer verletzt musste sie bei eisigen Temperaturen in einem Garten liegenbleiben – niemand vor Ort war bereit oder erreichbar, um ihr an diesem Sonntag zu helfen. Erst am nächsten Tag konnten wir sie abholen.

Was folgte, war eine lange Odyssee aus Diagnosen, Operationen und Hoffen: Kiefer- und Vorderbeinbruch wurden operativ versorgt, später stellte sich zusätzlich heraus, dass Ines auch einen komplizierten Beckenbruch an der Hüftpfanne sowie einen angebrochenen Wirbelkörper erlitten hatte. Unglaublich, wie tapfer diese junge Hündin all die Zeit mit so vielen schweren Verletzungen zurechtkam.

Trotz allem hat Ines sich nie aufgegeben. Sie lebt inzwischen mit vielen anderen Hunden zusammen, kommt mit allen wunderbar aus und begegnet Menschen offen, freundlich und voller Vertrauen. Spaziergänge liebt sie sehr, sie läuft inzwischen wieder eigenständig – manchmal noch wackelig, aber mit einer Lebensfreude, die uns jeden Tag staunen lässt.

Nachdem Kiefer, Vorderbein gut verheilt sind, auch das Becken stabil ist, rückte zuletzt die Verletzung an der Wirbelsäule in den Fokus. Inzwischen haben wir Kontakt zu einem Tierarzt in Deutschland, der die Situation mit uns ausführlich besprochen hat. Die Verletzung ist schwer: Durch das Trauma kam es zu einer Luxation und teilweisen Fraktur der Wirbelkörper. Er sagte ganz offen, dass es ein großes Glück ist, dass Ines überhaupt noch laufen kann – normalerweise führen solche Verletzungen oft zu einer Querschnittslähmung.

Das Schwierige ist, dass die Verletzung inzwischen „alt“ ist. Direkt nach einem Trauma könnten Wirbelkörper manchmal noch repositioniert werden, doch dafür ist das Zeitfenster längst vorbei.

Es gibt aber auch Hoffnung: Möglicherweise beginnen die Wirbelkörper bereits zu fusionieren und stabilisieren sich auf natürliche Weise. Sollte dieser Prozess gut verlaufen, könnte sich ein Zustand einstellen, mit dem Ines weiterhin laufen und leben kann.

Morgen steht nun der nächste Kontrolltermin für das Röntgen an.

Wir wünschen uns so sehr, dass die Bilder zeigen, dass Ines’ Körper weiter in die richtige Richtung arbeitet und sie vielleicht endlich anfangen darf, einfach nur Hund zu sein – jung, unbeschwert und ohne weitere große Eingriffe.

Bitte drückt unserer tapferen Ines morgen ganz fest die Daumen. 🍀