
Vor einigen Wochen fiel Charly erstmals durch Nasenbluten und Nasenausfluss auf. Die Beschwerden verschwanden immer wieder von selbst, kamen aber ebenso zurück. Deshalb wurde er in Narkose gelegt und untersucht. Dabei wurde ein Zahn entfernt. Der Tierarzt ging davon aus, dass damit die Ursache für die Beschwerden beseitigt sein sollte.
Seit gestern hat Charly nun allerdings erneut Nasenbluten und eine auffallende Atmung, vermutlich durch die verstopfte Nase. Das Nasenbluten hat gestern wieder von selbst aufgehört, die Atmung macht uns jedoch Sorgen.
Wir hoffen sehr, dass es sich lediglich um eine Nachblutung infolge des gezogenen Zahns handelt. Gleichzeitig können wir nicht ausschließen, dass etwas anderes dahintersteckt. Wir werden vermutlich ein Röntgen brauchen.

Die nächste kleine Katze befindet sich inzwischen im Tierheim. Gefunden wurde sie direkt am Tierheim übersät mit Parasiten. Sabine brachte sie kurzerhand zum Tierarzt und damit wurde das Kätzchen offenbar zu ihrer Sache. So ist es eben, wenn man nicht nur ein Problem erkennt und es weiterreicht, sondern tatsächlich aktiv wird und die notwendigen Schritte unternimmt, um zu helfen.
Die Behandlung hat gut angeschlagen. Doch was soll nun mit der kleinen Katze geschehen?
Könnt ihr euch noch an die Katzenfamilie erinnern, von der wir am 13.07.2026 berichtet haben? Sie zog damals auf eine Pflegestelle in Sighisoara. Gestern konnte die Familie ausreisen. Und so, wie es aussieht, ist dadurch der offenbar einzige verfügbare Platz für dieses Kätzchen frei geworden. In 2 Wochen kann sie umziehen.




Johann hat sich gut entwickelt. Einen Tag hatte er einen kleinen Durchhänger, aber schon am nächsten Tag war er wieder fröhlich auf seinem Posten.
Er genießt seine neuen Freiheiten in vollen Zügen, kommt gut mit den anderen Hunden zurecht und ist insgesamt gut drauf. Manchmal hört man ihn noch husten oder etwas ungewöhnlich atmen, aber das ist kein Vergleich mehr zu seinem Zustand bei seiner Ankunft. Seine Entwicklung macht uns deshalb sehr froh. Seine Lunge werden wir dennoch röntgen lassen.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber sie hat Ines definitiv in die Pfoten gespielt. Ihre Wirbelsäule scheint stabil, ebenso das Becken. Ihr Gangbild ist erstaunlich gut. Sie spielt und rennt unbekümmert, genau so, wie man es sich für einen jungen Hund wünscht. Siehe auch das Video bei Johann.
Ein abschließendes Röntgen des Beckens steht noch aus, um gegebenenfalls eine weitere Prognose abgeben zu können. Aktuell besteht jedoch kein weiterer Handlungsbedarf. Deshalb suchen wir jetzt aktiv nach einem Zuhause für Ines.
Ines wird keine Sportskanone werden. Sie sollte nicht mit viel Körpereinsatz mit großen Hunden spielen und auch nicht täglich unzählige Treppen steigen müssen. Es wird immer wichtig sein, auf ihre körperlichen Grenzen zu achten. Auch sollte sie eher schlank bleiben.
Abgesehen davon steht einem fröhlichen, bunten Familienleben oder einem beschaulichen Zuhause nichts im Wege. Ines hat ein wunderbar sanftes und freundliches Wesen und zeigt uns gerade sehr deutlich, wie viel Lebensfreude trotz eines schwierigen Starts möglich ist.
Neues aus dem städtischen Tierheim in Miercurea Ciuc
Das für dieses Jahr veranschlagte Budget ist aufgebraucht. Die Mittel reichen zwar noch aus, um die laufenden Kosten zu tragen, doch schon das Futter reicht nicht.
Wir haben uns deshalb bereit erklärt einzuspringen und sowohl für Futter als auch für die medizinische Versorgung aufzukommen. Damit möchten wir sicherstellen, dass die Hunde ihren Platz im Tierheim behalten können. Neue Hunde werden derzeit nur nach Absprache aufgenommen, zumindest war das die Absprache.
Die Situation steht dabei nicht isoliert. Rumänien befindet sich weiterhin in einer politisch instabilen und finanziell angespannten Lage. Für viele Menschen geht es inzwischen ganz unmittelbar darum, die grundlegende Versorgung und das Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Wichtige Programme mussten bereits gestrichen werden.
Das hat zwangsläufig auch Auswirkungen auf den Tierschutz. Wenn öffentliche Mittel fehlen, landen viele Aufgaben dort, wo sie ohnehin schon seit Jahren aufgefangen werden: bei Menschen und Organisationen, die versuchen, die Lücken irgendwie zu schließen.

Einen Tag nachdem die Situation im städtischen Tierheim bekannt wurde, tauchte Estho auf. Wir haben nicht gezögert und ihn aufgenommen.
Estho wurde in einem verschnürten Sack gefunden. Normalerweise können sich Hunde in irgendeiner Form aus solchen Situationen befreien. Estho und der andere Hund konnten es nicht. Vielleicht hatte man beide bereits für tot gehalten und wollte sie auf diese Weise entsorgen. Vielleicht war Esthos Mitgefangener in dem Sack verstorben und Estho stand kurz davor.
Inzwischen ist er von seinem verfilzten Fell befreit. Bei einer Schulterhöhe von etwa 45 Zentimetern bringt er nicht einmal neun Kilogramm auf die Waage.

Seit etwa einem Jahr lebt Vazsi auf der Straße. Offenbar trug er während dieser gesamten Zeit eine eingewachsene Schnur um den Hals. Ein Schicksal, das viele Straßenhunde teilen. Bei diesen Schnüren handelt es sich häufig um die blauen Kunststoffschnüre, mit denen Strohballen zusammengehalten werden. Sie sind extrem reißfest, nehmen kaum Feuchtigkeit auf und verrotten nicht. Ein Hund, der eine solche Schnur irgendwo am Körper hat, wird sie deshalb nicht einfach irgendwann wieder los.
Vazsi musste mit einer Falle eingefangen werden, weil er Menschen nicht vertraut. Die Schnur wurde entfernt, die Wunde vom Tierarzt gereinigt und die Umgebung rasiert. Ursprünglich sollte Vazsi nur eine Nacht bleiben. Danach sollte er wieder zurück auf die Straße.
Sabine hat sich bereit erklärt, ihn noch einige Tage länger zu versorgen. Wobei „bereit erklärt“ eigentlich nicht ganz das richtige Wort ist. Der Hund war da. Er brauchte Hilfe. Wie sollte man ihn also mit einem dicken Verband wieder auf die Straße setzen, wenn die Wunde noch versorgt und der Verband regelmäßig gewechselt werden sollte?
Natürlich ist Vazsi jetzt schon wesentlich besser dran als mit der Schnur um den Hals. Und selbstverständlich gibt es viele Tierschützer, die schlicht keine andere Möglichkeit haben, als die Schnur zu entfernen und den Hund anschließend wieder freizulassen.
Aber wenn man über viele Jahre hinweg Verantwortung auf hohem Niveau übernommen hat, kann man nicht einfach auf ein Minimum zurückschalten, weil die Fundatia weg ist.
Vazsi war überraschend zugänglich beim Verbandswechsel. Wir werden sehen, was die Zeit für ihn bringt.



Und dann gibt es noch Dickie.
Warum er ausgerechnet jetzt im Tierheim gelandet ist, wissen wir nicht. Er tauchte in der Innenstadt auf, wurde gebracht und ist ein netter, junger Kerl.
Manchmal kommt eben zwischen schwer verletzten, kranken und traumatisierten Tieren einfach ein unkomplizierter Sonnenschein ins Tierheim. Für Dickie hoffen wir deshalb, dass seine Geschichte schnell eine gute Wendung nimmt und wir bald ein passendes Zuhause für ihn finden.

Sehr wohl wissen wir dagegen, wieso Bistro zu uns kam. Wir fanden ihn verletzt vor dem Tierheim. Ob er dort ausgesetzt und anschließend angefahren wurde oder bereits verletzt ausgesetzt worden war, lässt sich nicht mehr feststellen.
Fest steht: Bistro kann ein Vorderbein nicht belasten. Möglicherweise ist es gebrochen.
Nun warten wir auf einen Röntgentermin. Zusammen mit Ines, Johann und Charly soll Bistro untersucht werden. Erst dann wissen wir, was tatsächlich passiert ist und welche Behandlung notwendig wird.
Bis dahin bleibt uns nur, das zu tun, was im Tierschutz immer wieder notwendig ist: warten, versorgen, beobachten und den nächsten Schritt gehen, sobald wir wissen, welcher es sein muss.
Hinter jedem dieser Fälle stehen nicht nur Geschichten, sondern auch ganz konkrete Kosten: Tierarzt, Untersuchungen, Röntgen, Medikamente, Behandlungen.
Wenn ihr uns dabei unterstützen möchtet, freuen wir uns über jede Spende. Auch kleine Beträge helfen dabei, dass wir im entscheidenden Moment handeln können.
Danke an alle, die unsere Arbeit möglich machen.
Freundeskreis Bruno Pet e.V.
IBAN: DE75 5935 1040 0007 1052 08
BIC: MERZDE55XXX
Verwendungszweck: Medizinische Versorgung
Paypal: spenden @ freundeskreis-bp.de
Hallo, leider kenne ich die bei Charly beschriebenen Symptome sehr gut, da der Hund eines guten Freundes die gleichen hatte. Ursache war ein Nasentumor, der beim Wachsen auf Gefäße drückt, was das Nasenbluten auslöst. Ich möchte diese Info als Tipp geben, da ich nicht weiß, wie die Untersuchungsmöglichkeiten vor Ort sind.
Liebe Grüße