
Eibi, Eleonora, Achim und Abra leben gemeinsam mit den Brüdern Bailey und Billie – den Söhnen von Blanche – in einer bunt gemischten Sechsergruppe und verstehen sich dort hervorragend. Altersgemäß stehen Spielen, Toben, Entdecken und natürlich ein gut gefüllter Futternapf ganz oben auf der Tagesordnung. Gemeinsam sorgen die sechs Junghunde für jede Menge Leben und gute Stimmung – genau so, wie es sein soll.
Dabei bringt jeder von ihnen seine ganz eigene Persönlichkeit mit. Eibi hat sich zu einer fröhlichen, unbeschwerten Hündin entwickelt, die sich riesig über Besuch und jede Form der Zuwendung freut. Diese Entwicklung ist besonders schön zu sehen, denn in den ersten Tagen war sie noch sehr verängstigt. Davon ist heute nichts mehr zu spüren.
Eleonora zeigte sich dagegen vom ersten Tag an als ausgesprochen offene und menschenbezogene Hündin. Sie freut sich über jeden Besucher und genießt jede Aufmerksamkeit in vollen Zügen.
Achim ist ein aufgeschlossener, agiler Jungspund, der seine Besucher schon freudig begrüßt, sobald sie sein Gehege betreten. Er ist für jeden Spaß zu haben und immer bereit für das nächste Abenteuer.
Abra, die vermutlich gemeinsam mit ihrem Bruder Achim ins Shelter kam, brauchte anfangs etwas mehr Zeit. In den ersten Tagen war sie noch sehr verängstigt, doch schon nach kurzer Zeit hatte sie sich eingelebt und Vertrauen gefasst. Fremden Menschen begegnet sie zunächst noch mit einer kleinen Portion Zurückhaltung. Hat sie sich jedoch auf neue Situationen eingestellt, gibt es kein Halten mehr – dann ist Vollgas angesagt.
Bailey und Billie ergänzen die Gruppe perfekt und tragen ihren Teil dazu bei, dass im Gehege immer etwas los ist. Gemeinsam bilden die sechs ein harmonisches Rudel, in dem jeder seinen Platz gefunden hat.

Bereits im vergangenen Bericht informierten wir über eine Katzenfamilie, die vor dem Tierheim auftauchte und für die wir inzwischen eine geeignete Pflegestelle finden konnten. Kurz darauf fanden sich zwei weitere Katzen vor dem Tierheim ein. Beide wurden mittlerweile kastriert.
Ob diese Fälle miteinander zusammenhängen, ob es sich um Zufall handelt oder ob sich darin ein allgemeiner Trend abzeichnet, lässt sich derzeit nicht sagen. Dennoch entsteht der Eindruck, dass sich das Katzenproblem im Land verschärfen könnte. Mehrere Tierschützer schildern ähnliche Beobachtungen. Ob sich dieser Eindruck langfristig bestätigt, bleibt abzuwarten.


Im privaten Bereich des Tierheims bereiten wir aktuell Veränderungen vor. Wir möchten in Biborteni gerne größere, harmonische Gruppen bilden und besonders unseren Senioren mehr Platz, Bewegung und Lebensqualität ermöglichen.
Kolja und Shiva sind in den großen Freilauf gezogen – eine große Wiesenfläche mit einem zentralen Wetterschutzbereich sowie dem alten Stall, in dem Siras Geschichte im Tierheim begann. Für beide ist dieser Umzug eine große Veränderung, denn sie haben lange Zeit gemeinsam in einem kleineren Bereich gelebt und kannten ein deutlich begrenzteres Platzangebot.
Shiva blieb dabei ganz sie selbst: Schon immer haben Veränderungen für sie Zeit gebraucht. Auch diesmal musste sie die neue Umgebung in ihrem eigenen Tempo kennenlernen und Vertrauen fassen. Nach mittlerweile neun Jahren im Tierheim, die sie einst in einem kleinen Zwinger begonnen hat, ist dieser Schritt eine große Umstellung

Jones, Lemon und Ruby haben einen Platz im Hausbereich bekommen. An diese Gruppe werden besondere Anforderungen gestellt, denn sie besteht aus rund 20 Hunden. Zwar steht den Hunden viel Platz rund um das Haus zur Verfügung, dennoch halten sie sich meist im vorderen Bereich rund um die Hüttenburg auf. Nicht jeder Hund kommt mit einer solchen Gruppensituation gut zurecht.
Auch wenn es sich um den Hausbereich handelt, sind die Hunde die meiste Zeit ohne direkte Aufsicht. Deshalb ist es wichtig, dass jeder Hund lernt, sich in der Gruppe sicher zu bewegen und seinen Platz zu finden. Natürlich bekommen die Hunde die notwendige Zeit zur Eingewöhnung.
Lemon brauchte dabei etwas länger, um zu verstehen, dass die anderen Hunde ihr nichts tun und sie in Ruhe lassen.
Danis, Thierry und Kalea sind in Zone 4 eingezogen. Dieser Bereich ist ein in sich geschlossener Teil des Tierheims mit einer großen Wiesenfläche, auf der die Hunde immer wieder Zeit außerhalb ihrer Zwinger verbringen können. Links und rechts befinden sich jeweils vier Zwinger, in der Mitte steht eine Art Schuppen für die Hunde, die auf der Wiese frei leben.
Für die Hunde, die in den Zwingern untergebracht sind, bedeutet Zone 4 die Möglichkeit, regelmäßig auf die Wiese zu kommen, sich zu bewegen und ihre Umgebung zu erkunden. Auch für Danis, Thierry und Kalea ist dieser Umzug eine neue Erfahrung.

Auch der Altbestand hält uns weiterhin auf Trab 🐾
Auch wenn wir durch den Wegfall der Fundatia Pro Animalia nicht mehr in gleichem Umfang mit akuten Notfällen von der Straße konfrontiert sind – wie angefahrenen oder schwer verletzten Hunden – hält unser Altbestand weiterhin viele Herausforderungen bereit.
Eines Morgens stand Charlie plötzlich mit einem stark geschwollenen Gesicht da. Ursache war ein Abszess, der sich wenig später an der Lefze öffnete. Mit der entsprechenden Behandlung und Antibiotika ist die Entzündung inzwischen gut abgeheilt.
Auch Aaron braucht mittlerweile mehr Unterstützung. Er ist inzwischen 12 Jahre alt, humpelt und seine Hinterhand ist nicht mehr so kräftig wie früher. Er bekommt nun regelmäßig Schmerzmittel, damit er seinen Alltag weiterhin möglichst angenehm verbringen kann.
Livian und Magnus haben im Sommer deutlich mehr mit ihren Hautproblemen zu kämpfen. Bei Magnus brachte eine Behandlung mit Cortison eine deutliche Verbesserung. Sie vor der Sonne zu schützen, ist im Tierheimalltag natürlich nur schwer umzusetzen.
Auch unser blinder Mikasi benötigt besondere Unterstützung: Er wurde mit Injektionen in die Augen behandelt. Ziel dieser Behandlung ist es, den Augendruck zu entlasten und eine Schrumpfung der Augäpfel zu erreichen, um ihm Beschwerden zu ersparen. Hört sich wild an, hat aber schon bei anderen Hunden gut funktioniert, zum Beispiel bei Mahin.