Bericht der Oktoberreise 2008

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So,
dann will ich mal ein wenig berichten. Viel aufregendes gibt nicht zu
erzählen, es war eigentlich alles total easy.

Conny war
am Samstag nachmittag bei mir und wir sind so gegen 15:30 losgedüst.
Die Fahrt lief problemlos, es war nirgendwo Stau. Auch durch Rumänien
konnten wir, ungehindert von LKWs oder Pferdewagen, flott sausen.
In
RU ist Sonntags LKW-Fahrverbot, das ist supercool, man sollte immer Samstags
losfahren, dann gehts Sonntags in Rumänien echt zügig.

In MC angekommen,
war die erste Pension leider „full“, aber direkt daneben war
ein riesengroßes Hotel (kennt jemand den Film „Hostel“?).
Dort
haben wir ein Zimmer bekommen, das echt i.O. war.

Dann wurde
erstmal ne Runde gepennt und dann sind wir ins TH. Es hat geschifft ohne
Ende, es war echt unglaublich. Innerhalb weniger Minuten waren wir pitschenass.

Die Böden
in den Zwingern, vor allem in Zone 2, sind geschwommen.

Es gibt eine
junge Frau dort, sie heißt Loredana und die hats echt drauf. Sie
packt an und denkt mit, wirklich klasse.

Loredana
hat eine große Hundehütte gebaut, und war grade dabei, die
in einen Zwinger zu stellen. Gemeinsam haben wir das schwere Teil mit
einer Schubkarre zu dem entsprechenden Zwinger gehieft und standen dann
dort vor einem Problem. Die Zwingertür ist etwa 90cm breit und die
Hütte auf der schmalesten Seite ca. 130 cm. Tja, was nun?

Wir sind
schlussendlich auf die Idee gekommen, die Hütte oben drüber
zu „werfen“
Fragt nicht, wie schwer das war, aber wo ein Wille, da ein Weg.

Dieser Tag
ging dann auch zu Ende, wir waren müde und naß, Notizen konnte
man eh nicht machen, die sind auf dem Papier weggeschwommen.

Der nächste
Tag begann mit einem Frühstück im hotel, ich als alte Kaffetante
hab mich tierisch auf einen heißen Kaffee gefreut. Serviert wurde
dann aber lauwarmes Wasser, zusammen mit einem Teebeutel. Naja, macht
ja nix, bestell ich eben Kaffee. Die Kellnerin nickte eifrig und kam wieder-mit
zwei Espressi. *seufz*.

An diesem
Tag haben wir die Hunde gesucht, Chips abgelesen und Halsbänder angezogen.

Gegen aben
hab ich eine fürchterliche Migräne gekriegt, so daß Conny
allein mit Eva, Magda und Loredana essen war.

Am Abreisetag
gings mir wieder gut und wir sind frohen Mutes ins Restaurant zum Frühstück.

Dort hat
uns fast der Schlag getroffen, vor allem Conny, denn heute gabs zum Frühstück
vier Wienerle mit Senf pro Person. Die haben wir dann natürlich eingepackt
und haben nur Brot mit Butter und Marmelade gefrühstückt.

Im TH angekommen
gings gleich los mit Hunde einpacken, hat auch super geklappt und ich
hatte noch Zeit, mich in meinem Lieblingswzinger mit „meinem“
Hund zu beschäftigen.

Gina ist
einer der Hunde, die sich nicht anfassen lassen, die aber nicht panisch
ängstlich sind. Sie würde schon gerne, aber weil sie nicht weiß,
was passiert, läßt sie es lieber. Bei ihr habe ich den Eindruck,
sie ist ein klassischer Fall von „gar keine Erfahrung“ im Gegensatz
zu „schlechte Erfahrung“ mit Menschen.

Sie ist mir
beim ersten Besuch schon aufgefallen und diesmal hatte ich ein wenig Zeit
für sie.

Das erste
Mal, als ich mit Leckerlies bewaffnet den Zwinger betrat, war der Abstand
zu mir noch ca. 20cm, näher kam sie nicht um die Leckerlies einzusammeln.
Am nächsten Tag konnte sie schon Leckerlies nehmen, die neben meiner
Hand lagen, später sogar von meiner Hand. Dazu mußte meine
Hand aber recht weit weg vom Körper sein.

Am letzten
Tag kamen mir dann die Wienerle zu Hilfe, mit denen hab ich es geschafft,
daß sie auf meinen Schenkel geklettert ist und mir die Wienerle
direkt aus der Hand gerissen hat. Das liest sich jetzt vielleicht unspektakulär,
aber für mich war das ein hochemotionales Erlebnis, mit viel Freude
und Tränen.

Die Rückfahrt
verlief auch problemlos, dank Navi hab ich auch super durch, bzw. an Budapest
vorbeigefunden (das ist so mein persönliches Schreckgespenst, da
hab ich mich noch jedesmal verfahren).

An einer
Raststätte haben wir eine ganz ganz arme Kreatur getroffen.

Ihm haben
wir eine Wasserschüssel und den Rest Hundefutter, den wir noch hatten,
hingestellt, fand er sehr gut.

Unterwegs
hat Conny dann noch die „heilige Liste“ gecheckt, wieder und
wieder gezählt und kontrolliert und schliesslich für gut befunden.

So, das wars
erstmal von mir.

Claudia
Brockmann